reflektive dekonstruktion | expressive fassaden
“In the depths of the mirror the evening landscape moved by, the mirror and the reflected figures like motion pictures superimposed one on the other. The figures and the background were unrelated, and yet the figures, transparent and intangible, and the background, dim in the gathering darkness, melted into a sort of symbolic world not of this world.” — Yasunari Kawabata
Mal abgesehen von geometrischen mustern und strukturen (natürlichen wie artifiziellen, egal ob form oder farbe) bilden reflektionen immerschon ein großer teil meiner fotografische aufmerksamkeit. Relektionen erfordern vom betrachter immer einen zweiten intensiven blick – den auf das objekt in der tiefe des abbildes und den bildgeber an sich. Der blick in den spiegel der relektion gleicht einer wiederspiegelte artifiziellen welt hinter der relektion, als decodiertes fragment der uns umgebenden realität.
[ Zeiss ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional E100G]
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panoramafreiheit, strassenraumfreiheit und unnötige diskussionen
Heute morgen lief ich an einer neuen baustelle in der nähe vorbei. Die dortigen bauarbeiten sind noch im frühen anfangsstadium und erstrecken sich ausschließlich auf abbrucharbeiten. Nun haben die fleissigen bauleute alle zwischendecken abgerissen und die alten aluminumdeckenproilträger (cw-profile) einem riesiegen wollknäul gleich, mit einem durchmesser von rund 3.00 bis 4.00 m, vor dem haus aufgehäuft – eine schöne plastische struktur und ready made plastik, also fotoapparat raus und – falsch, ein etwas älterer baumensch eilt zu mir hin und mit unmissverständlich drohendem ton herrscht er mich an “hey, machst du foto? darfst du nich!” Ach ja, aber selber läuft er mit schlappen und ohne bauhelm auf einer durch die sigeko (sicherheits- und gesundheitsschutzkoordinator) ausgezeichneten baustelle rum, und genau neben ihm hängt an der wand ein sehr gut sichtbarer hinweise nach der sicherheits- und gesundheitsschutzkennzeichnung am arbeitsplatz (BGV_8) mit dem inhalt: tragen von helmen und schutzschuhen auf dem bau – na der ist doch genau der richtige um mir zu erklären was erlaubt ist und was nicht. Das erfreut einen und klingt nach einer netten und absolut überflüssiger diskussion über panoramafreiheit und straßenbildfreiheit – und das noch am frühen morgen. Und da ja bekanntlich volkes seele ja mal ganz schnell überkocht gesellte sich sofort und ungefragt ein durchaus netter aber mir gänzlich unbekannter mensch hinzu und behauptet mit leicht nasalem tonfall “nein, alles fotografieren im strassenraum im gesamten und private häuser im speziellen ist verboten und überhaupt hat ja schon der fall mit amazon das ganz deutlich gezeigt ….”. Äh stop, hat der grade was von amazon gesagt – ja okay, hat etwas gedauert bis ich verstanden habe, dass dieser unausgesprochene experte eigentlich google streetview meinte und da gibt es ja schließlich auch panoramabilder. Na ganz toll, aber bitte gehen sie doch einfach weiter. Also für alle, die es interessiert, ein schneller exkurs für den groben überblick: panormafreiheit und strassenraumfreiheit:
Panoramafreiheit ist durch § 59 “Werke an öffentlichen Plätzen” des uhrheberrechtsgesetzes definiert: “(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht. (2) Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werdenWerke an öffentlichen Plätzen” Es handelt sich also um das recht aussenaufnahmen von “…Architektur und Gebäuden und anderen in der Öffentlichkeit installierten urheberrechtlich geschützten Werken” ohne Zustimmung des Urhebers zu erstellen. Dabei ist die benutzung von hilfsmittel wie zB. leitern, hubkräne und platformen ua. durchgehend nicht erlaubt. Innenaufnahmen hingegen werden grundlegend nicht durch die Panoramafreiheit gedeckt.
Die strassenraumfreiheit ist grundlegend einfacher beschreiben: “Auch das Eigentumsrecht bleibt von der Panoramafreiheit unberührt. Allerdings kann ein Eigentümer eines Gegenstandes, der im öffentlichen Straßenbild sichtbar ist, aus dieser Rechtsposition heraus Fotografieren seines Gegenstandes nicht verhindern. Der Eigentümer kann nur materielle Einwirkungen auf sein Eigentum verhindern. Wer also sein Eigentum öffentlich sichtbar präsentiert, … ,muss das Abbilden und Verwerten durch Fremde hinnehmen. Dies allerdings nur, soweit es lediglich um die reine Abbildung geht.” [Zitat: RA Peter ELLER]
Gemeinsam ist der panoramafreiheit und strassenraumfreiheit jedoch die grundlegende definiton den öffentlichen raum und dessen zugänglichkeit, was den eigentlichen kern der jeweiligen definition berührt: Der aspekt öffentlich wird demnach wie folgt bezeichnet: “Öffentlich sind Wege, Straßen und Plätze immer dann, wenn sie für jedermann frei zugänglich sind und nach Widmung im Gemeingebrauch stehen.” [ELLER] Die panoramafreiheit und strassenraumfreiheit werden aber dort begerenzt wo andere rechte vorzugsweise zur geltung kommen, dazu zählen vor allem die persönlichkeitsrechte, also das recht am bild.
und noch ganz viel spass beim diskutieren….
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Wiesenburg | Aussichten 2012
Euch allen noch ein schönes neues jahr und viel spaß beim fotografieren.
Ausblicke auf 2012 haben wir ja schon einige: zeiss kann das groh der zm objektive in frühestens 2 monaten wieder in europa liefern (ja cosima produziert wieder) und hoffentlich existiert ende 2012 noch eastman-kodak und es besteht dann noch die möglichkeit die 135/120 professional filme zu kaufen (ich meine keine restbestände) – ich würde nach dem stand der dinge nicht unbedingt darauf wetten, aber hoffen wir das beste. The impossible project liefert wieder “polaroid” filme, wobei deren qualität doch noch erheblich schwankt. Fotogeschäfte kommen und gehen, zumindest hat ehemals wüstefeld nunmehr leistenschneider, nun auch im neuen gewande, die exellente sw-entwicklungs ausser hause wenigstens beibehalten. Leica hat mit dem englischen hersteller von fototaschen billingham eine “spezielle” fototasche für den style-bewußten leicauser entwickelt, das erfreut das herz der unter gas (gear acquisition syndrome) leidenden fotografen (ps. ein “turnbeutel” mit gestickten leica logo ist auch dabei – warum auch immer), natürlich wird dafür auch ein echt leica typischer hochpreise aufgerufen. Okay, die kleine tasche ist genau das was ich schon lange gesucht habe und dazu ist sie wirklich praktisch. Ach ja, eine artfremde zeiss zm und/oder nikon s3 y2000 oder ähnliche artverwandte kameras passen da auch ohne probleme rein.
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Wunschbilder 2 | Fotoautomat, Warschauer Strasse
Zweimal ein Fotoautomat und zwei Personen ergeben gleich zwölf Bilder. Warschauer Straße, Berlin Friedrichshain
Schön, daß man die XPan im Panoramamodus auch für Streetphotography gebrauchen kann. [Hasselblad Xpan, 45mm f/4, Kodak Professional Tmax-400]
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Cerberus 2000 | Ewerdt Hilgeman
Detailaufnhamen der Skulptur “Cerberus 2000″ aus der Reihe “Implosionen” von Ewerdt Hilgeman an der Ecke Nachodstraße und Bundesallee vor der Investitionsbank Berlin (nomen est omen). Die 1,50 t und rund 8,00 m hohe stark deformierte Skulptur ist aus 3mm starken Edelstahl gefertigt und soll den Höllenhund Cerberus aus der griechischen Sagenwelt symbolisieren.
Die extremen Deformationen entstehen dadurch, daß der Künstler die Skulpturen geradezu “implodieren” läßt, indem er die Luft aus den druckdichten Edelstahlhohlkörpern evakuiert. „Ich deformiere einen geometrischen Körper.
Die Menschen planen, wir planen alles, und so plane ich auch meine Würfel, meine Pyramiden, meine Säulen. Dann wird die Luft herausgesaugt, die Luft von Außen drückt dagegen. Sie ist mein Meißel, mein Hammer, mein Werkzeug“, erläutert Hilgemann seine Arbeit. „Ich bin ein Luftschmied.“ (Presse, Messer Group, 01.08.2011)
[Zeiss ZM, Biogon T* 35mm f/2, Kodak Professional E100G]
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Industriemuseum Brandenburg | Stahlwerk
Kontrollfeld im Steuerstand der Bestückungsanlage am Changierkran.
Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel, beherbergt den letzten in Westeuropa existierenden und stillgelegenten Siemens-Martin Ofen (ca. 1963 in Betrieb genommen und 1994 unter Denkmalschutz gestellt). Ein paar weiter Bilder sind noch hier zu finden.
[Hasselblad Xpan, 45mm f/4, Kodak Professional Tmax-400]
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Randerscheinung | Postdamer Platz
Die beiden Touristen hatte ich wortwörtlich nur am Rande wahrgenommen, das Bild hatte ich nur aus der Hand geschossen, ohne durch den Sucher zu schauen und so bleiben die beiden auch nur eine flüchtige Randerscheinung im Bild.
[Nikon S3 Y2000, Voigtländer SC Skopar f/4 21mm, Tri-X]
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“waiting for tomorrow” | Oranienburger Straße, Kreuzberg
“All desires have been denied to put me in this state of mind
Another year older and what have I done
My aspirations have shriveled in the sun
I’m crippled by guilt
Blinded by science
I’ve been waiting for tomorrow all of my life” – Matt Johnson
Das Einkaufen mit den Eltern/Mutter hat den kleine Jungen auf der Ladentreppe sitzend offensichtlich ziemlich mitgenommen bzw. erschöpft. Oranienburger Straße, Kreuzberg
[Nikon S3 Y2000, Voigtländer SC Skopar f/4 21mm, Tri-X]
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Sony Center Berlin | Dachkonstruktion
Ausschnitt der Dachkonstruktion am Sony Center Berlin, der von Helmut Jahn entworfene Gebäudekomplex liegt am nordöstlichen Rand des Postdamer Platz und wird weiter im Norden durch den Tiergarten begrenzt. Das Dach wurde Ende 1998 errichtet. Ein paar Zahlen um die Größe zu veranschaulichen: Spannweite in der Hauptachse rund 105.00 Meter in der Quersachse immerhin noch 77.00 Meter, Lage über Forumboden rund 67.00 Meter. Gesamtfläche 3.500,00 m². Die Luftstütze (links Mitte) wiegt gut 100.00 Tonnen, der Ringträger rund 502,00 Tonnen und nochmal 105.00 Tonnen für VSG Glasscheiben.
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Fundsache | Martin-Gropius-Bau Berlin
Das Taschen und Mäntel im Museum abgegeben werden müssen war mir bekannt, aber Kinderpuppen? Fundsache beim Museumsbesuch der Hokusai Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, Oktober Berlin.
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Herbstanfang | Oberbaumbrücke Kreuzberg
Kalter und verregneter Tag auf der Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Der Sommer ist nun wohl endgültig vorbei. Die Blickrichtung ist gen Osten gerichtet, im Hintergund sind der “Molecule Man” und der Allianz Tower zu erkennen.
[Zeiss ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional T-MAX 400]
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Friedrichswerdersche Kirche Gewölbe | Karl Friedrich Schinkel
Deckengewölbe der Friedrichswerderschen Kirche am Werderschen Markt in Berlin Mitte. Die nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel geplante Kirche ist im neugotischen Stil zwischen 1824 und 1831 errichtet worden. Deckenansicht des unverputzten fünf Kreuz-Rippen-Gewölbe über den eingezogenen Strebepfeilern. Die Rippen des Gewölbe und auch die Mauerwerks- und Bündelpfeiler sind alles verputzte und mit Stuckaturen versehene Flächen, die ledigich aus Kostengründen und der Illusion als Marmor angemalt wurden. Zur Zeit beherbergt die ehemalige Kirche die Skulpturensammlung klassizistischer Bildhauer der Beliner Schule, wie zB. von Johann Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch, Emil Wolff, Friedrich Tieck und andere.
[Nikon S3 Y2000, Voigtländer SC-Skopar 21mm F/4 , Kodak Professional T-Max 400]
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aus und vorbei…
“the past is a finite resource.” – d. coupland
Langfristig war es ja absehbar, dass der originäre Blogtitel “angstundschrecken” und die dazu gehörige Webadresse, sowie der ab Anfang 2010 in “aus | fotografie” veränderte Titel nicht haltbar war. Dieser Name ist aus einer liebgewordenen Tradition seit 2006 beibehalten worden und konnte seit Neubeginn 2008 keine inhaltliche bzw assoziative Verbindung mit dem Namen mehr aufweisen, daher habe ich beschlossen den gesamten Blog endgültig auf eine neue Domain überzusiedeln. Mit dem alten Titel entstanden über die Jahre einige Probleme, die sich immer mehr auch im negativen Sinne bemerkbar auszeichneten und zwar in der Form das, zu einem Besucher allein durch die Webadresse abgeschreckt wurden oder der Blog erfüllte die Erwartungshaltung der Besucher nicht. Mal ganz davon abgesehen zeigten sich auch die großen Suchmaschinen, nach Ihrem letzten Update vom Juli und August, von der alten Namensgebung im Zusammenhang mit dem vorliegenden Inhalt nicht gerade begeistert, was sie sogleich mit riesigen Abschlägen auf die serps quittierten – also genau der richtige Zeitpunkt um Neu aber nicht gerade von Null zu beginnen – zumindest aber mit einem guten Grundstock weiterarbeiten zu können. Zumindest kann ich jetzt nach der Umbenennung in “bildraum-f | fotografie” auch offen und personalisiert damit werben, ohne mich jedesmal für die Namensgebung rechtfertigen zu müssen.
Für alle die diesen Blog kennen: Nein – es wird sich nichts ändern, ich werde wie gewohnt fotografieren, schreiben und damit auch weiter wie bisher veröffentlichen.
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Situativer Raum 02 | S-Bhf Yorckstrasse Schöneberg
Was für ein Theater – Temporärere Interaktion von Raumkörpern und Körperräumen. S-Bhf Yorkstrasse (Großgörschenstraße), Berlin Schöneberg 2011
[Nikon S3 Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]
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Neue Nationalgalerie Berlin – Säulen Detail | Ludwig Mies van der Rohe
„man kann nicht jeden Montag eine neue Architektur erfinden“ – Mies van der Rohe.
Wie wahr - und was am Beispiel der Neuen Nationalgalerie Berlin leicht nachvollziehbar ist. 1957 entwarf Ludwig Mies van der Rohe für Bacardi in Santigo de Cuba ein Bürogebäude, das seiner Vision eines “unendlichen Raumgefüges” Rechnung tragen sollte. Dieser architektonische Haltung entwickelte sich schon weit früher und fand erste architektonische Anklänge in den Entwürfen für das ”50×50 house” (1951) und für die “s. r. crown hall” in Chicago (Ausführung 1954 - 1956). Der Entwurf der Bacardi Konzernzentrale kam auf Grund der Revolution und Beschlagnahme der Produktionsstätten in Kuba nie zur Ausführung, ein stark veränderter Entwurf wurde jedoch für Bacardi Mexiko (1957 – 1961) errichtet, der sich tektonisch noch an der “s.r. crown hall” orientiert. Das Museum of Modern Art besitzt einige der originalen Entwurfszeichnungen für das Bacardi Bürohaus Santigo de Cuba: (Interior perspective, Elevation of column with roof and glass wall, Preliminary version: interior perspective). Dieser Entwurf entwickelte sich zu einem Prototyp zweier gänzlich ähnliche Entwürfe, von denen nur einer, nämlich die Neue Nationalgalerie in Berlin, ausgeführt wurde. 1960 entwickelte Mies van der Rohe auf Grundlage des Bacardi Entwurfs ein “Museum für eine kleine Stadt”, das die Sammlung Georg Schäfer in Schweinfurt beherbergen sollte. Dieser Entwurf nimmt die Funktion, Konstruktion und Ausführung der Neuen Nationalgalerie fast vollständig vorab. Leider sind Bilder des Entwurfs relativ rar, aber wieder hilft das MOMA aus (Interior perspective with view of site). Eine Modellsimulation des Museums ist auf der Seite der “4. Architekturwoche in Schweinfurt” zu finden – die Ähnlichkeiten mit der Neuen Nationalgalerie sind frappierend. Ab 1962 arbeitet Mies van der Rohe am Projekt „Neue Nationalgalerie Westberlin“ am Südwestlichen Ende am Kemperplatz, was 1986 fertig gestellt wurde. Die Neue Nationalgalerie steht auf einem mit Granit verkleideten nahezu quadratischem Sockel von 105,00 x 105,00 m, der als Niveauausgleich für das nach Westen hin abschüssigen Gelände dient. In diesem Sockel befinden sich Lager, Ausstellungsräume und einen im Westen liegender Skulpturengarten, der vom Sockel her einsehbar ist. Auf dem Sockel befindet sich der vollständig verglaste quadratischer Stahl-Glas Pavillion (64,80 x 64,80 m), der von einem konstruktiven rund 1.0 m hohen Flachdach, aus Rahmenträgern getragen von 8 außen liegenden Säulen (siehe Abbildung links), bedeckt ist. Das Dach steht rund 7.2m Meter vor der selbsttragenden Glasfassade. Die architektonische Bedeutung der Mies´schen Säulen, deren Ordnung sowie der Gesamtanlage, als “moderne Vergegenwärtigung des antiken Podiumstempels” werde ich in den kommenden Artikeln beleuchten.
[Hasselblad XPan, 45mm f/4, Kodak Professional Tri-X 400]