"la luce illumina, l'ombra insegna"

foyer volksbuehne berlin | current 93 in concert

12. Mai 2012 Keine Kommentare

volksbühne | current 93

Foyer der Volksbuehne am Rosa Luxemburg Platz, Berlin. Die Fotografie ist während dem Current 93 Konzert am 9. Mai 2012 entstanden.

Mal am Rande, wer einen neuen Negativscanner sucht, sollt sich schnell überlegen, ob er sich noch den Plustek 7600i Ai kauft. Ja, es ist das Vorgängermodell zum 8200i Ai, aber technisch unterscheiden sich die Typen lediglich dadurch, daß der neuere 8200i Ai mit SilverFast 8 AI Studio iT8 ausgeliefert wird. Der 7600i Ai wird hingegen noch mit dem SilverFast 6.5 AI Studio iT8 vertrieben, ansonsten gleichen sich die Geräte bis auf die Aufschrift. Ach – das Vorgängermodell ist rund 200,00 € billiger und bis Ende des Monats bietet SilverFast beim Kauf des 7600i Ai ein kostenloses Update der Scannersoftware auf die SilverFast 8 Ai Studio Version an.

[ Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]

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Altstadt Munderkingen | Alb-Donau-Kreis

2. Mai 2012 Keine Kommentare

02 Munderkingen, Weitzmannstraße 01 Munderkingen, Weitzmannstraße 03 Munderkingen, Kirchgasse

Bilder aus der an einer Donauschleife liegenden Munderkinger Altstadt. Munderkingen gehört zum Alb-Donau-Kreis und ist rund 35km südöstlich von gelegen und gehört zu den Donaustädten. Erstmals wurde Munderkingen  792 in einer Urkunde des Kloster Sankt Gallen erwähnt. Leider habe ich nicht mehr im Kopf wie die stark ramponierte barocke anmutende Kapelle auf dem ersten Bild sich nennt, aber sie mußte in der Weitzmannstraße Ecke Erblach liegen, im Hintergrund ist das Gasthof Adler zusehen. Ich entsinne mich nur noch grob, daß sie zeitweise als Stallung verwendet wurde und das es einen Dissenz der Anwohner und der Stadtverwaltung Munderkingen hinsichtlich der ausstehenden Sanierung und späteren Nutzung gibt, da bodenrechtliche Nutzungsrecht nicht hinreichend geklärt sind – und solang verfällt sie halt weiter.

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Frühling in Kreuzberg | U-Bhf Schlesisches Tor

23. April 2012 Keine Kommentare

Kreuzberger Frühling

April hath put a spirit of youth in everything.Shakespeare. Nun hat letztendlich doch noch der Frühling in Berlin sein Einzug gehalten.

[ Y2000, Voigtländer SC Skopar f/4 , Tri-X 400]

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urban exploration berlin | NSA Field Station Teufelsberg

6. April 2012 Keine Kommentare

allied-nsa-field-station-teufelsberg-berlin-01 allied-nsa-field-station-teufelsberg-berlin-00Das sind die Überreste der NSA Field Station Teufelsberg in Berlin Grunewald, beide Bilder sind auf dem Gebäude US Radome Unit entstanden. Eigentlich ist der Teufelsberg kein echter “Berg” (sofern man überhaupt davon reden kann), sondern es ist ein künstlicher Trümmer- hügel, mit einer immerhin noch stattlichen Höhe von 114,7 m ü. NN. Auf dessen Spitze die Allierten durchgehend ab 1957 eine Aufklärungs- und Abhöranlage betrieben haben. Nach Abzug der Allierten wurde die Anlage bis 1999 partiell von der Flugsicherheit betrieben. Seither ist das Gelände weitestgehend dem Verfall und Vandalismus preisgegeben. Einige Investoren glaubten sogar, man könne das Gebiet als luxuriöse Hotelanlage mit Stadtvillen [Simulation Quelle: berlinsightout.de] entwickeln, aber diese Ideen wurden relativ schnell auf Grund baurechtlicher Problem beerdigt. Interessanterweise befindet sich im Haupthaus unter der grossen Radarkuppel ein hölzernes Mockup (Vorserienmodell) einer Maisonette-Wohnnug zur Anschauung. Heutzutage ist das eigenmächtige Betreten nicht erlaubt und auch die baulichen Anlagen befinden sich in einem derat schlechten Zustand das vom Betreten abzuraten ist. Mittlerweile möchte die Bezirksverordneten- versammlung (BVV) Wilmersdorf-Charlottenburg die Anlage in Teilen unter Denkmalschutz stellen. Selbst die Stadt Berlin bewirbt schon die Ruine als Sehenswürdigkeit und es werden sogar schon für Touristen offizielle Begehungen des Geländes angeboten (LINK). Und ganz aktuell “Am 19.3.2012 stellte Architekt Hartmut Gruhl bei einem Treffen mit Stadtentwicklungsstaatssekretär Ephraim Gothe und Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte die neuen Pläne seiner Investorengemeinschaft vor, nach denen eine Aussichtsplattform mit Café, ein Ausflugslokal, Veranstaltungssäle und ein Museum mit einem historischen Parcours entstehen soll. Vom Parkplatz an der Teufelsseechaussee soll ein Elektro-Shuttlebus die Besucherinnen und Besucher nach oben bringen. Eigentümer des Geländes: Kölner IGTB GmbH & Co. Investorengemeinschaft Teufelsberg KG, Hartmut Gruhl und Hanfried Schütte” Quelle: www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/teufelsberg.html. Mal sehen was passiert, wenn die Investoren es endlich bemerken, daß im aktuellen FNP (2012) der ehemalige Vorhaben- und Erschließungsplan aufgehoben wurde und das SO (Sonderbaugebiet) wieder in  ein Waldfläche  mit Schadstoffbelastung geändert wurde.

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Street – Yoga | Schlesische Strasse, Berlin Kreuzberg

21. März 2012 Keine Kommentare

Aus Kork gefertigte Yoga Figur auf einem Strassenschild in Berlin Kreuzberg

Street – Yoga. Vor allem in und Neuköllen kann man, sofern man mal doch den Kopf hebt, mitlerweile ca. 500 dieser kleinen aus Kork und Holzstäbchen hergestellten Figuren an Strassenschildern finden. Die kleinen Korkfiguern stellen im übrigen reale Yogastellungen dar, der Erschaffer (J. Foos – street yoga) ist nebenbei auch praktizierender Heilpraktiker und möchte “den Berliner, mit den Figuren, eine kleine Freude machen”. Die Idee zu den kleinen Figuren stammt vom Londoner Strassenkünstler Slinkachu mit seinen “little people project” ab.

Ach ja das bekannte Haus im Hintergrund mit der bezeichnenden Slogan “bonjour tristess” ist von Álvaro Siza Vieira.

[, -G 90mm f/2.8 Planar, Kodak Tri-X 400]

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the decisive moment | consolation – bilder die geschichten erzählen

9. März 2012 Keine Kommentare

the decisive moment | consolation – bilder die geschichten erzählen

“I put my arms around you, your body stalls and droops
 I give you consolation but there’s nothing I can do”

Als Fotograf sucht man den richtigen Zeitpunkt bzw. Moment, in dem man nicht nur ein interessantes Motiv sieht, sondern der einem eine  ganze Geschichte erzählen kann.
Der 200. Artikel, schönes Jubiläum – eigentlich ist es ja an Zeit ein Resumee zu ziehen, aber nicht heute. Einen Gruß und Dank an alle, die mich in den letzten Jahren als Architekt/Fotograf begleitet haben.

[, -G f/2.8 Biogon, Kodak Tri-X 400]

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reconstruction | a translucent ready made collage

5. März 2012 Keine Kommentare

120204-reconstrution

[Years of solitude had taught him that, in one's memory, all days tend to be the same, but that there is not a day, not even in jail or in the hospital, which does not bring surprises, which is not a translucent network of minimal surprises.] – Jorge Luis Borges

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XPan Adapter Hasseblad | Nikon F und PC-NIKKOR 28mm f/3.5 AiS

25. Februar 2012 Keine Kommentare

Nikon Adapter und PC-Nikkor 28mm f/3.5 AIsHasselblad XPan mit Nikon Adapter und PC-Nikkor 28mm f/3.5 AIs

Für das Sytem wurden drei verschiedene Objektive hergestellt, wovon des 30mm Objektiv mit externen Aufstecksucher sicherlich das teuerste und seltenste Objektiv ist. Nur mal ein Beispiel: eine gebrauchte und sich im guten Zustand befindliche mit 45mm und 90mm Objektiven ist für rund 2.000,00 € zu erhalten. Ein TC 30 mm f/5,6 Super-EBC Fujinon kostet mit externen Sucher glatte 2.600,00 €. (Anmerkung: Die war eine Kooperation zwischen und Fuji, beide Firmen haben die Kamera und Objektive unter unterschiedlichen Namen und Farben vertrieben). Das orginale XPan 30mm Objektiv dürfte sicherlich nochmals rund 300,00€ mehr kosten. Es gibt jedoch eine kostengünstige Alternative, die ich hier mal kurz vorstellen möchte. Es handelt sich um einen XPan Adapter, der es ermöglich das PC-Nikkor 28mm f/3.5 an die XPan anzuschließen. Warum ein Shift-Objekt? Relativ einfach, nur die PC-Objektive haben eine so großen Bildkreis um nahezu die gesamte Negativfläche von 24,00 x 65,00 mm abzudecken (dazu jedoch später mehr). Die Kosten für diese Substitution belaufen sich auf rund 50,00€ für den XPan Adapter und nochmals 750,00€ für ein gebrauchtes PC-Nikkor f/3.5 Objektiv. Glücklicherweise hatte ich schon während meines Architekturstudiums in den 90er Jahren das entsprechende Shift-Objektiv für sehr viel Geld zugelegt. Im Folgenden wollte ich das Objektiv und den Xpan Adapter auf Funktionalität und Qualität der Abbildung testen, dazu habe ich in an der Spree zwei Bilder mit dem Standard 45mm Objektiv und dem PC 28mm angefertigt. Durch den XPan Adpater reduziert sich die nominelle Brennweite von 28mm auf rund 30mm.

Hasselblad XPan, 45mm f/4 Gesamtbild, KreuzbergHasselblad XPan, 45mm f/4 Detailausschnitt

[Hasselblad XPan, 45mm f/4, Blende 22, Kodak Tri-X 400, Mediacity Spree Berlin Kreuzberg]

Die erste offensichtliche Erkenntnis nachdem ich die zwei verschiedenen Negative auf einem Agfa Arcus 1200 (ja, der ist Antik und funktioniert auch nur noch leidlich) eingescannt hatte, lag in den massiven Qualitätsunterschieden in der Abbildungsschärfe der einzelnen Objektive. Ehrlich gesagt kann das Hasselblad 45mm Objektiv in dieser Hinsicht nur als extrem scharf bezeichnet werden (siehe Abbildung oben und Detailausschnitte im Vergleich). Allerdings sollt man jeodch beachten, daß die Hasselblad XPan Objektive im eigentlichen Sinne schon Mittelformatobjektive auf einem 35mm System sind und das PC-Nikkor eigentlich nur einen Bruchteil des vorhandenen Bildkreises nutzt, trotzalledem sind bis in die äußeren Randbereiche keine Abberationen in der Abbildungsebene zu erkennen.

Hasselblad XPan, Nikon AIs Adapter, PC-Nikkor 28mm f/3.5 Gesamtbild, KreuzbergHasselblad XPan, Nikon AIs Adapter, PC-Nikkor 28mm f/3.5 Detailausschnitt

{Hasselblad XPan, PC-Nikkor 28mm f/3.5, Blende 22, Kodak Tri-X 400, Mediacity Spree Berlin Kreuzberg ]

Auffällig ist die beidseitige Randabschattung, die das Negativ um ca 2,00 mm je Seite reduzieren, so daß eine effektive Negativgröße von immerhin noch 24,00 x 61,00 mm verbleiben. Die deutliche Abschattung wir durch den zu geringen Bildkreis des Nikkor Shiftobjektiv erzeugt, was aber sich  m.E. nicht wirklich als problematisch in der Handhabung erweist.  Ein durchaus gravierenderes Problem ist jedoch die optische Qualität des Objektives (siehe hierzu Abbildung Detailausschnitt). Weiterhin ist der fehlende Sucher ein Problem, es ist aber möglich einen externen abgeklebten 15mm Sucher von zB. Voigtländer zu verwenden (Anmerkung: der Sucher ist im übrigen fast halb so teuer wie ein gebrauchtes PC-Nikkor 28mm im durchschnittlichen Zustand, also immerhin noch rund 300,00 €)  

Zusammenfassend lässt sich sagen, daß der XPan Apdater in Verbindung mit dem PC-Nikkor 28mm eine kostengünstige Alternative zu dem Hasselblad 30mm Objektiv ist, jedoch sind die Einbußen in der Qualität der Abbildung augenfällig. (Die Qualität des Ausdrucks hängt u.a. davon ab, welcher Film und welcher Scanner verwendet wird, mit den Hasselblad Objektiven bei gleichen Bedingungen gedruckte Größen bis max 150,00 cm x 55,00 cm relativ leicht zu erreichen. Das ist mit Sicherheit nicht mit den PC-Nikkor zu erreichen, eine deutliche Qualitätsabnahme ist hier schon ab 30,00 x 11,0 cm zu erkennen.) Alles in allem kann die Adapterlösung nicht das Hasselblad 30mm f/5.6 Objektive  ersetzen, jedoch ist es immernoch eine gute Möglichkeit, bevor man Unsummen ausgibt, zu testen ob einem die Panorma Superweitwinkel-Fotografie liegt. 

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Contax G2 | Anleitung, Handbücher und Datenblätter

16. Februar 2012 Keine Kommentare

contax_logoDen Meisten, die eine Kamera schonmal benutzut haben ist klar, daß das Lesen der Anleitung für diese Kamera eine Grundvoraussetzung zu deren Benutzung ist. Ich denke da nur mal kurz and die sog. programmierbaren “Individual-Funktionen” – auf der Seite von “Ken Rockwell” ist eine kleiner Aufkleber der einzelnen Funktionen zu finden, den man sich dann auf die Unterseite der Kamera kleben kann. Über die hervorragende Qualität der für die G2 gefertigten Objektive braucht man wohl nach über 10 Jahre auch keinen weiteren Kommentar verlieren.

Ein Punkt nervt mich aber langsam doch, auf der Suche nach Unterlagen, Anleitungen und interessanten Prospekten stosse ich immer mehr auf Personen bzw. Webangebote die diese “alten” Anleitungen als Kopie und dann für unverschämt viel Geld verkaufen wollen – gerade beim TLA-200 ist dies augenfällig. Ich habe kurzerhand mein orginales eingescannt und überlasse es hier den Interessierten gänzlich kostenlos.

Die vorliegenden Handbücher sind Scans der orginalen Anleitungen:
Contax G2 Handbuch / Manual - DE / ENG (68)
Contax TLA-200 Blitz / Flash - DE/ENG (45)

Zeiss Datenblätter der für die Kamera erhältlichen Objektive:
ZEISS G-Mount Hologon 16mm f8 (27)
ZEISS G-Mount Biogon 21mm f2.8 (21)
ZEISS G-Mount Biogon 28mm f2.8 (25)
ZEISS G-Mount Planar 35mm f2.0 (27)
ZEISS G-Mount Planar 45mm f2.0 (28)
ZEISS G-Mount Planar 90mm f2.8 (28)
ZEISS G-Mount Vario Sonnar 35-70mm f3.5-5.6 (23)

Und noch “Werbe”-Broschüren, die Contax für die Kamera erstellt hat:
Contax G2 System Broschuere - DE (44)
Contax G System Broschuere - DE (30)

Viel Spass mit den Handbüchern und wie immer, die Quellen sind bis auf die des TLA-200 und dem G2 Handbuch mir nicht mehr bekannt. Und falls jemand noch das “Contax G2 factory repair manual” als PDF haben sollte, ich würde mich über eine unendgeldliche Kopie freuen.

Und für die die das TLA-200 Manual schon lange gesucht haben und dafür kein Geld ausgeben wollen, viel spaß – über ein “Danke” würde ich mich natürlich auch freuen.

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Winterruhe | Nozawa Boncho

10. Februar 2012 Keine Kommentare

Winterzeit 2012lange, lange hin
zieht der fluß sich wie ein strich
durchs verschneite moor. [nozawa boncho]

Mir ist momentan doch etwas zu kalt zu fotografieren, eine analoge oder (beide Vollmetall) funktionieren zwar noch wunderbar bei rund minus 20 Grad, trotzdem frieren dann einem schon fast die Finger am Gehäuse fest.
Die insolvente Firma Kodak hat heute die digitale Filmsparte für das erste Quartal vollständig begraben, die analoge Filmsparte wird weiterhin hergestellt und arbeitet zudem noch gewinnbringend – es gibt also noch Hoffnung (quelle: british journal of photography).
Der “Lars Müller Verlag” hat mir dankenswerterweise wieder eine Neuerscheinung, nämlich “Dan Graham – New Jersey”, zur Verfügung gestellt, diese Buch werde ich hier demnächst umfassend rezensieren. Und zudem hat sich meine Kamerasammlung um eine “mint” , mit den passenden 21, 45 und 90mm Objektiven erweitert, auch dazu später mehr – aber erstmal ausprobieren.

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buy film not megapixels | offtopic

3. Februar 2012 Keine Kommentare

buy film not megapixel | (c) tokyo camera styleEigentlich habe ich keinen nerv mehr einigen leuten zu erklären warum denn meine kameras keinen monitor auf der rückseite haben und warum die objektive keine servomotorgeräusche von sich geben. Ja, und dann irgendwann kommt die nahezu unvermeindliche und ernsthaft gemeinte frage: “na, wievel megapixel hat deine kamera, also meine….” – danke reicht. Ihnen dann noch womöglich das konzept eines digisix belichtungsmesser zu erläutern ist zumeist vollends vergebens.
Letztens bin ich dann über eine durchaus nette kampage einiger “analoger” fotografen gestossen, getreu dem motto: “the traditional photography strikes back!” Diese beinhaltet bedruckte t-shirts und aufkleber mit dem eingängigen slogan “buy film not megapixels”. Gefunden habe ich diese auf der seite von “tokyo camera style” es gibt auch eine flickr-gruppe gleichgesinnter dazu. Leider sind die aufkleber ausverkauft, aber die shirts sind noch bei “gradeselect” zu bekommen. Mir persönlich gefällt die idee und auch der gedanke der dahinter steht sehr gut, und solange es noch analoge filme gibt erkläre ich auch weiterhin geduldig meine kameras. Und wer weiterhin digitale kameras kauft und benutzt, dem sei auch weiterhin viel spass gewünscht.

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urban exploration berlin | bärenquell brauerei, treptow

31. Januar 2012 Keine Kommentare

120130-baerenquell-brauerei-01

Urban Berlin: Bierlager in der Ruine der ehemaligen Bärenquell Brauerei in Treptow, Niederschöneweide an der Schnellerstraße. Von 1882 bis 1994 wurde auf dem riesigen Gelände unter verschiedenen Sorten- und Herstellernamen Bier (Borussia-Brauerei, Schultheiß-Brauerei, ab 1954 VEB Schultheiß Brauerei, 1959 VEB Berliner Brauereien, ab 1991 Henninger Bräu) gebraut. Ab 1959 wurde dort das “Bärenquell” Bier hergestellt, was letztendlich dem Areal den Namen gab. Ähnlich dem Kinder- und Säuglingskrankenhaus ist der Zerstörungsrad der zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden so erheblich, daß letztendlich wohl nur noch ein großflächiger Abriß übrig bleibt – hier kann der Denkmalschutz unter aufbringen erheblicher finazieller Mittel wohl nichts mehr nachhaltig retten. Eigentlich, wenn man den Zustand der Anlage betrachet ein ausgesprochen uninteressantes Ziel, außer man interessiert sich für nahezu alle un-/kreativen Formen des Vandalismus, unmengen an guten und unglaublich schlechten Graffitis und Wandgemälden, zwei ehem. illegaler Klubs wovon einer unter dem Dach des Bierlagers zu finden ist und natürlich massenhaft Etiketten der ehem. Bärenquellflaschen sowie Dauben von alten Holzfässer. Vielleiht habe ich ja auch deswegen nicht viele Bilder angefertigt – ansonsten netter Ausflug und der Zugang zum Grundstück ist auch kein Problem (aber nicht erlaubt!).

[ ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional Tri-X 400]

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reflektive dekonstruktion | expressive fassaden

27. Januar 2012 Keine Kommentare

Dekonstruktives Spiegelbild in der Doroteenstraße / Luisenstraße, berlin Mitte

“In the depths of the mirror the evening landscape moved by, the mirror and the reflected figures like motion pictures superimposed one on the other. The figures and the background were unrelated, and yet the figures, transparent and intangible, and the background, dim in the gathering darkness, melted into a sort of symbolic world not of this world.” — Yasunari Kawabata

Mal abgesehen von geometrischen mustern und strukturen (natürlichen wie artifiziellen, egal ob form oder farbe) bilden reflektionen immerschon ein großer teil meiner fotografische aufmerksamkeit. Relektionen erfordern vom betrachter immer einen zweiten intensiven blick – den auf das objekt in der tiefe des abbildes und den bildgeber an sich. Der blick in den spiegel der relektion gleicht einer wiederspiegelte artifiziellen welt hinter der relektion, als decodiertes fragment der uns umgebenden realität.

[ ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional E100G]

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panoramafreiheit, strassenraumfreiheit und unnötige diskussionen

18. Januar 2012 Keine Kommentare

fassade-friedrichstrasse-spreedreieck

Heute morgen lief ich an einer neuen baustelle in der nähe vorbei. Die dortigen bauarbeiten sind noch im frühen anfangsstadium und erstrecken sich ausschließlich auf abbrucharbeiten. Nun haben die fleissigen bauleute alle zwischendecken abgerissen und die alten aluminumdeckenproilträger (cw-profile) einem riesiegen wollknäul gleich, mit einem durchmesser von rund 3.00 bis 4.00 m, vor dem haus aufgehäuft – eine schöne plastische struktur und ready made plastik, also fotoapparat raus und – falsch, ein etwas älterer baumensch eilt zu mir hin und mit unmissverständlich drohendem ton herrscht er mich an “hey, machst du foto? darfst du nich!” Ach ja, aber selber läuft er mit schlappen und ohne bauhelm auf einer durch die sigeko (sicherheits- und gesundheitsschutzkoordinator) ausgezeichneten baustelle rum, und genau neben ihm hängt an der wand ein sehr gut sichtbarer hinweise nach der sicherheits- und gesundheitsschutzkennzeichnung am arbeitsplatz (BGV_8) mit dem inhalt: tragen von helmen und schutzschuhen auf dem bau – na der ist doch genau der richtige um mir zu erklären was erlaubt ist und was nicht. Das erfreut einen und klingt nach einer netten und absolut überflüssiger diskussion über panoramafreiheit und straßenbildfreiheit – und das noch am frühen morgen. Und da ja bekanntlich volkes seele ja mal ganz schnell überkocht gesellte sich sofort und ungefragt ein durchaus netter aber mir gänzlich unbekannter mensch hinzu und behauptet mit leicht nasalem tonfall “nein, alles fotografieren im strassenraum im gesamten und private häuser im speziellen ist verboten und überhaupt hat ja schon der fall mit amazon das ganz deutlich gezeigt ….”.  Äh stop, hat der grade was von amazon gesagt – ja okay, hat etwas gedauert bis ich verstanden habe, dass dieser unausgesprochene experte eigentlich google streetview meinte und da gibt es ja schließlich auch panoramabilder. Na ganz toll, aber bitte gehen sie doch einfach weiter. Also für alle, die es interessiert, ein schneller exkurs für den groben überblick: panormafreiheit und strassenraumfreiheit:
Panoramafreiheit ist durch § 59 “Werke an öffentlichen Plätzen” des uhrheberrechtsgesetzes definiert: “(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht. (2) Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werdenWerke an öffentlichen Plätzen” Es handelt sich also um das aussenaufnahmen von “…Architektur und Gebäuden und anderen in der Öffentlichkeit installierten urheberrechtlich geschützten Werken” ohne Zustimmung des Urhebers zu erstellen. Dabei ist die benutzung von hilfsmittel wie zB. leitern, hubkräne und platformen ua. durchgehend nicht erlaubt. Innenaufnahmen hingegen werden grundlegend nicht durch die Panoramafreiheit gedeckt.
Die strassenraumfreiheit ist grundlegend einfacher beschreiben: “Auch das Eigentumsrecht bleibt von der Panoramafreiheit unberührt. Allerdings kann ein  Eigentümer eines Gegenstandes, der im öffentlichen Straßenbild sichtbar ist, aus dieser Rechtsposition heraus Fotografieren seines Gegenstandes nicht verhindern. Der Eigentümer kann nur materielle Einwirkungen auf sein Eigentum verhindern. Wer also sein Eigentum öffentlich sichtbar präsentiert, … ,muss das Abbilden und Verwerten durch Fremde hinnehmen. Dies allerdings nur, soweit es lediglich um die reine Abbildung geht.” [Zitat: RA Peter ELLER]
Gemeinsam ist der panoramafreiheit und strassenraumfreiheit jedoch die grundlegende definiton den öffentlichen raum und dessen zugänglichkeit, was den eigentlichen kern der jeweiligen definition berührt: Der aspekt öffentlich wird demnach wie folgt bezeichnet: “Öffentlich sind Wege, Straßen und Plätze immer dann, wenn sie für jedermann frei zugänglich sind und nach Widmung im Gemeingebrauch stehen.” [ELLER] Die panoramafreiheit und strassenraumfreiheit werden aber dort begerenzt wo andere rechte vorzugsweise zur geltung  kommen,  dazu zählen vor allem die persönlichkeitsrechte, also das recht am bild.

und noch ganz viel spass beim diskutieren….

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Wiesenburg | Aussichten 2012

6. Januar 2012 Keine Kommentare

Ruine der Wiesenburg, ehem. Gebäudekomplex "Berliner Asylverein für Obdachlose", Gesundbrunnen, Berlin Euch allen noch ein schönes neues jahr und viel spaß beim fotografieren.

Ausblicke auf 2012 haben wir ja schon einige: kann das groh der zm objektive in frühestens 2 monaten wieder in europa liefern (ja cosima produziert wieder) und hoffentlich existiert ende 2012 noch eastman-kodak und es besteht dann noch die möglichkeit die 135/120 professional filme zu kaufen (ich meine keine restbestände) – ich würde nach dem stand der dinge nicht unbedingt darauf wetten, aber hoffen wir das beste. The impossible project liefert wieder “polaroid” filme, wobei deren qualität doch noch erheblich schwankt. Fotogeschäfte kommen und gehen, zumindest hat ehemals wüstefeld nunmehr leistenschneider, nun auch im neuen gewande, die exellente sw-entwicklungs ausser hause wenigstens beibehalten. Leica hat mit dem englischen hersteller von fototaschen billingham eine “spezielle” fototasche für den style-bewußten leicauser entwickelt, das erfreut das herz der unter gas (gear acquisition syndrome) leidenden fotografen (ps. ein “turnbeutel” mit gestickten leica logo ist auch dabei – warum auch immer), natürlich wird dafür auch ein echt leica typischer hochpreise aufgerufen. Okay, die kleine tasche ist genau das was ich schon lange gesucht habe und dazu ist sie wirklich praktisch.  Ach ja, eine artfremde zeiss zm und/oder y2000 oder ähnliche artverwandte kameras passen da auch ohne probleme rein.

 

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