"la luce illumina, l'ombra insegna"

Frühsport – Scuola Grande della Misericordia

9. Juni 2016 Keine Kommentare

Frühsport - Scuola Grande della Misericordia - © bildraum-f | fotografie

Warm-Up zum Frühsport hinter der Scuola Grande della Misericordia in Cannaergio. Was im ersten Moment irritiert ist die starke geometrische horizontale Ausrichtung / Schichtung der einzelnen Bildkomponenten, was durch die unerwartete Köperlage des Sportler beim Frühsport noch verstärkt wird. Diese vorherschende Gliederung wird nochmal durch die absolute Flächigkeit der Fotografie, dem fehlen der Raumtiefe und der eingeschänkten Perspektive unterstrichen. Nicht nur die Komposition ist interessant auch die Backsteinwand des Bildhintergrundes, hierbei handelt es sich um die Rückseite der Scuola Grande della Misericordia, erbaut im 16. Jahrhundert nach Plänen von Sansovino. Das Gebäude selbst besteht eigentlich nur aus 2 riesigen Räumen von rund 21 x 49 Meter (was es zum zweitgrössten Saalbau von Venedig deklariert). Der Raum im Erdgeschoss wird lediglich durch zwei parallele Säulenreihen in 3 Schiffe unterteilt. Der obere Raum wurde als Sitzungsraum der Bruderschaft Scuola Grande della Misericordia genutzt und ist mit Fresken der Schule von Paolo Veronese ausgestattet. Der Bau wurde nach diversen Unterbrechungen und Finanznöten nie vollständig fertiggestellt, was zu einem noch gut an dem horizontalen Streifen auf rund 1m Höhe am Bild ersichtlich ist und auch die Fassade nach einem Entwurf von Palladio wurde ebenfalls nie ausgeführt. Zeitweise wurde das Gebäude durch das Militär als Magazin verwendet und im 20. Jahrhundert wurde die Scuola Grande della Misericordia als Sport- bzw. Basketballhalle verwendet (hier sind noch Bilder zusehen). Mittlerweile ist das Gebäude aber vollständig restauriert und ein Besuch der Säle lohnt sich allemal.

LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Chiesa di Santa Maria dei Miracoli – Venedig

18. April 2016 Keine Kommentare

Chiesa di Santa Maria dei Miracoli - Venedig - © bildraum-f | fotografieAuf dem kleinen Platz Campo dei Miracoli in Zentrum von Cannaregio steht die Chiesa di Santa Maria dei Miracoli. Sie ist ein Meisterwerk der Frührenaissance und wurde von Pietro Lombardo entworfen und zwischen 1481-1489 erbaut und gilt als das Hauptwerk des Malers und Baumeisters. Auf einem kleinen nahezu rechteckiger Bauplatz direkt am Kanal, wurde die Kirche mit nur einem Schiff und einem Tonnengewölbe sowie einer Kuppel über einer fast quadratische Apsis erbaut. Von einigen Restaurationen abgesehen befindet sich die Chiesa di Santa Maria dei Miracoli noch in einem nahezu originalen Bauzustand. Die Kirche gehört heute mit 15 weiteren Kirchen zur Vereinigung Chorus Venezia.

Zum Thema Missgeschick mit einer Leica M – diese Kamera hat keine Anzeige ob ein Film eingelegt ist geschweige denn eine echte Verschlusssperre. Klar lässt sich das leicht mit Hilfe der Rückspulkurbel und -sperre überprüfen, aber daran hatte ich eben nicht gedacht. Das letzte Bild war aufgenommen und ich wollte “nur” schnell den Film wechseln. Nachdem die Kamera geöffnet war, wunderte ich mich schon warum die Filmkartusche im Kameragehäuse klemmte. Ein kurzer Blick in die Kamera bestätigte, daß ich schlicht vergessen hatte den Film zurückzuspulen. Nun war die Kamera rund 20 Sekunden offen und ich fürchtete um den ganzen Film, die Überraschung war umso größer als ich den Kontaktbogen in den Händen hielt. Nur die letzten 2 Bilder waren vollständig zerstört, weiter 10 Bilder haben von der Perforierung leichte Lichtstreifen, zum Glück neige ich dazu in regelmäßigen Abständen den Film mit der Rückspulkurbel zu spannen, was wohl schlimmeres verhindert hat. Ich kenne bisher keine Kamera, die bei dieser Art Mißgeschick eine ähnlich geringe Verlustquote aufweist.

LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Venedig bei Nacht – Fondamenta Malvasia

29. Februar 2016 Keine Kommentare

Fondamenta Malvasia - Venedig - © bildraum-f | fotografie

Also doch – Vier Tage Venedig im Spätwinter, die Arbeit musste dafür halt mal warten – ich hatte diese Reise viel zu lange geschoben. Der Winter schien mir die geeignete Jahreszeit zu sein, abseits aller touristischen Pfuhle päsentiert sich Venedig (menschen)leer, die Stadt gehört wieder den letzten verbliebenden Einwohnern – der Freizeitpark Venedig hat noch geschlossen. Aber wie sollte man sich Venedig fotografisch nun nähern. Meine Wahl fiel auf eine Leica M6TTL und dem 2/50mm ZM Planar, einer Zeiss ZM bestückt mit einem 2.8/21mm ZM Zeiss Distagon und der Hasselblad xpan mit dem 4/45mm Objektive – und ich würde ehrlicherweise diese Kombination so nicht mehr, und das nicht nur wegen reiner Gewichtsgründen, in Betracht ziehen. Das 50mm ist etwas zu eng, ein leichtes Weitwinkel mit 35mm wäre da wohl besser geeignet, das 21mm ist widerum viel zu weitwinklig – zu extrem, die Häuser sind schon krum und schief genug und noch mehr stürzende Linien sind zuviel des Guten. Die xpan bliebt dabei unbeanstandet, was mich jedoch in Venedig am meisten fasziniert hat ist die Stadt während der blauen Stunde und in der Dämmerung – dafür würde ich beim nächsten Besuch mit Sicherheit entweder meine 6×6 Hasselblad 501C/M mit einem 2.8/80mm Zeiss Planar T* oder meine 6×7 Fuji GF670 und ein Stativ mitnehmen.

Du lautlos dunkler Kanal,
Verlassene Bucht,
Uralter Häuser graue Flucht,
Gotische Fenster und maurisch verziertes Portal!
Von tiefem Traum besiegt,
Vom Tode eingewiegt
Schläft hier die Zeit … Hermann Hesse, Ankunft in Venedig

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Stillstand – More London Riversside

21. November 2015 Keine Kommentare

Stillstand - More London Riverside - © bildraum-f | fotografiePanta rhei kai ouden menei.” –  Herákleitos ho Ephésios

Alles andere als in Bewegung: einsam verharrt dieser ältere Mann ohne ersichtlichen Grund, mitten auf der Trottoir umströmt von eilenden Büroangestellten, er bleibt regungslos für Minuten wie angewurzelt stehen, er fixiert einen imaginären Punkt auf dem Boden, keine suchende Bewegung des Kopfes – ein völliger Stillstand. Die eigentümliche Monotonie der Szene, verstärkt durch die bildbestimmenden lineare Struktur sowie  das Fehlen der perspektivischen Fluchtpunkte, erhöhen kompositorisch diesen völligen “fotografischen” Stillstand. Der andauernde Fluss der Stadt scheint für einen kurzen Moment still zu stehen – um kurz danach zu vergehen.
Das Foto selbst ist in ein einem gigantischen Immobilienprojekt mit dem pittoresken Name “More London” in Zentrum von London entstanden, und wie so häufig erfüllen diese großmasstäblichen Projekte nicht den umfassenden Wunsch nach einer lebendigen Urbanität im zukünftigen Quartier (wobei genau diese Projekte immer damit werben ) – und so verbleiben nur inszenierte und bespielte Stadträume als Substitut für eine sich selbst entwickelnde und lebendige Stadtkultur.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

 

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Verborgenes London – Catherine Wheel Ally, EC1

9. November 2015 1 Kommentar

Catherine Wheel Ally - Verborgenes London - © bildraum-f | fotografie“À l’aurore, armés d’une ardente patience, nous entrerons aux splendides Villes.” – Rimbaud

London ist voll von kleinen, engen und dunklen Gassen, durch die man in ein Anderes, eine Art “Verborgenes London” gerät. Nur die, die sich auch ein paar Sekunden Zeit nehmen, werden den Eingang gegenüber der Liverpool Street Station / Bishopgsate finden, und das ist nichtmal die einzigste kleine Gasse dort. In dieser Gasse befand sich bis zu einem Brand im Jahre 1895 ein bekannter Pub, in dem sich wohl des Öfteren der berühmte Strassenäuber  “Dick Turbin” hat sehen lassen, das Gebäude wurde endgültig 1910 abgerissen. Dieser Inn sollte jedoch deutlich weiter östlich in der Gasse in Richtung Middelesex St gelegen haben, dass Bild zeigt lediglich die Durchquerung der straßenbegleitende Bebauung.
Ach und an alle, die mich respektive meine Fotografien in den letzten Monaten vermisst haben sollten – ich musste mal eine Pause eingelegt, bin aber wieder mit einer Menge neuer Bilder da – Skoal!

[Zeiss Ikon SW, Carl Zeiss Biogon 21mm f/2.8, Kodak Professional TriX 400]

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Feierabend in der Brick Lane – Sunday Upmarket

17. Januar 2015 Keine Kommentare

Feierabend - Brick Lane, London - © bildraum-f | fotografieDas glücklichste Los ist die Entbindung vom Tun und Lassen – Arthur Schopenhauer

Endlich Feierabend – mögen sich die beiden hier gedacht haben. Die Besitzer eines sehr interessanten Foodtrucks (pastry and coffee) in der Brick Lane, ungefähr auf Höhe Spitalfield Makret (The Old Truman Brewery), sind offensichtlich derart erfolgreich, daß sie gutgelaunt am Sonntag Mittag um 13 Uhr (sunday upmarket) schon den Feierabend ausrufen konnten.

Mir fehlt gerade etwas die Zeit, beruflich als Architekt und einem erweiterten berufsbegleitenden Masterstudium,  mich in gewohnten Umfang um diese Seite zu kümmern. Man sieht es relativ schnell an der geringen Anzahl der Veröffentlichungen in den letzten 2 Monaten – zudem musste ich mal nach über 5 Jahren exessiven fotografierens, eine kleine kreative Pause einlegen. Ich habe nicht einmal die Kartuschen des letzten Aufenthalt in London entwickeln lassen.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Skalitzer Strasse – (k)eine Spielwiese für Kinder

22. Oktober 2014 Keine Kommentare

Skalitzer Strasse - (k)eine Spielwiese für Kinder - © bildraum-f | fotografie

Wieder mal ein offenkundiges Beispiel, wie wenig (öffentlichen) Raum wir den Kindern und Jugendlichen in den Städten zustehen, oder zu deren Nutzen gestalten und vorhalten. Diese nehmen aus reinem Platzmagel und purer Not dann halt den gesamten Strassenraum, hier entlang der Skalitzer Strasse entlang der Hochbahn, als Spielwiese in ihren Besitz. “Ein Gemeindeplatz nach dem andern wird weggenommen und bebaut, wodurch allerdings die Kultur gehoben, aber dem Proletariat viel Schaden getan wird. … , die Kinder und jungen Leute hatten einen Platz, wo sie spielen und sich im Freien herumtreiben konnten; dies hört immer mehr auf, der Verdienst des Armen wird geringer, und das junge Volk, dem sein Spielplatz genommen ist, geht dafür in die Kneipen. …” Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England,  Nach eigner Anschauung und authentischen Quellen, 1845

[Zeiss Ikon SW, Carl Zeiss Biogon 21mm f/2.8, Kodak Professional TriX 400]

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Feldforschung Skalitzer Strasse, Kreuzberg

22. September 2014 Keine Kommentare

Feldforschung Kreuzberg - © bildraum-f | fotografie(…) avant d’observer, il faut se faire des règles pour ses observations.”  – Rosseau, La preuve par l’Emile
Nein, das ist keine Kreuzberger Wohnungslose, die in Türeingängen nächtigen bzw. campieren muss. Dabei hatte ich hatte mich schon gewundert warum in der Skalitzer Strasse so viele junge Menschen  in allen erdenklichen Nischen und Türen saßen und eifrig Notizen anfertigten. Aber Sie hier, kurz vor der Oranienstrasse, hat es sich in dem nicht sehr sauberen Eingang wirklich bequem eingerichtet. Die offensichtlichen Studenten betrieben wohl eine Feldforschung vor Ort – wahrscheinlich ein Kunstprojekt. Obschon sich die Studenten möglichst diskret und bedeckt verhalten hatten, fielen sie allesamt aus dem Rahmen und das selbst in Kreuzberg. Nachdem ich diese Studentin jedoch bei Ihrer Feldforschung entdeckt und abgelichtet hatte, wurde ihr offensichtlich gewiss, dass sich Ihre Funktion vom Beobachter zum beobachteten Objekt gewandelt hatte. Begeistert war sie auf keine Fall, kommt halt mal vor.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Italo Calvino – Valdrana, Die Städte und die Augen

27. August 2014 2 Kommentare

Die unsichtbaren Städte, Italo Calvino - Valdrana - © bildraum-f | fotografie

Italo Calvino, Valdrana, Die Städte und die Augen: “Die Alten bauten Valdrada an die Ufer eines Sees, mit Häusern, ganz Veranda, eins über dem andern, und Hochstrassen, deren Balustraden auf das Wasser gehen. So sieht der Reisende, wenn er ankommt, zwei Städte: eine aufrechte über dem See und eine reflektierte umgekehrte. Kein Ding ist oder geschieht in dem einen Valdrada, das sich nicht im andern wiederholte, denn die Stadt wurde so angelegt, dass sich jeder ihrer Punkte in ihrem Spiegel reflektiert, […] . Die Einwohner von Valdrada wissen, dass alle ihre Handlungen die Handlung und ihr Spiegelbild zugleich sind […] und dieses Bewusstsein verbietet ihnen, sich auch nur einen einzigen Augenblick dem Zufall oder dem Vergessen hinzugeben. […] Die beiden Zwillingsstädte sind sich nicht gleich, weil nichts von dem, was in Valdrada ist oder geschieht, symmetrisch ist: Jedem Gesicht und jeder Geste antwortet aus dem Spiegel ein Gesicht oder eine Geste, die Punkt für Punkt umgekehrt sind. Beide Valdradas leben das eine für das andere, sehen sich dauernd in die Augen, doch sie lieben sich nicht.” – Die unsichtbaren Städte

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Zaungast der Tour de France am Victoria Embankment Gardens

12. August 2014 Keine Kommentare

Zaungast, Victoria Embankment Gardens - © bildraum-f | fotografie“More and more individuals, owing to their bloodless indolence, will aspire to be nothing at all – in order to become the public: that abstract whole formed in the most ludicrous way, by all participants becoming a third party (an onlooker).”  – Søren Kierkegaard

Der sehr angestregt ausehende Zaungast wollte, neben zigtausend anderen begeisterten Zuschauern, nicht den Zaun des Parkes erstürmen, an dem er sich so vehement festhält. Auch wollten sie nicht den Park requirieren, vieleher versuchten sie alle eine flüchtigen Blick vom Zaun aus dem Park heraus auf das vorbeirasende Peleton der diesjährigen dritten Tour de France Etappe auf dem Victoria Embankment entlang der Thamse zu werfen. Eher zufällig bin ich an diesem Tag hier vorbei gekommen und ehrlicherweise habe ich mich auch für die Rennradfahrer nicht sonderlich interessiert, aber für die Zaungäste dafür umso mehr.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

 

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Brydges Place – schmalste Gasse in London

1. August 2014 Keine Kommentare

Brydges Place - schmalste Gasse Londons - © bildraum-f | fotografie“Doch besonders habe ich immer die Gäßchen gemocht, die stillen, dunklen Gäßchen, abseits von den großen Plätzen. Da gibt es Abenteuer, da gibt es unerwartete Erlebnisse, da liegt Gold im Schmutz” – Die Brüder Karamasow, Dostojewski

Brydges Place, ganz in der Nähe zum London Coliseum theatre in der St. Martin´s Lane (WC2) , ist die wahrseinlich schmalste Gasse in London, die schmalste Stelle misst gerade mal 15 inch, also knapp 38cm. Damit ist sie jedoch nicht mal die schmalste Gasse in Europe, den Rekrod hält die Spreuhofstraße in Reutlingen mit nur 31 cm. Die Gasse erstreckt sich über rund 180m zwischen der st. Martin´s Lane und Bedfordbury. Der einsame Trinker in dem Eingangsbereich gehört zu einem diskrekten Privatclub in der Strasse mit dem dem Namen “2 Brydges Place”, der vor allem von den Angestellten der umliegenden Theater und Medienagenturen bevorzugt wird.

[Zeiss Ikon SW, Carl Zeiss Biogon 21mm f/2.8, Kodak Professional TriX 400]

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Was am Ende bleibt | Nachkriegsmoderne Architektur

25. Juli 2014 Keine Kommentare

Was am Ende bleibt, Nachkriegsmoderne Architektur - © bildraum-f | fotografieWas am Ende bleibt – sichtbare Zeit. Unlängst tobt eine Diskussion in Deutschland, wie man mit der Architektur der Nachkriegsmoderne der 50er Jahre umgehen soll, die eine Seite propagiert den vollständigen Rückbau, gleich Denkmal oder nicht und die andere den vollständigen Erhalt der Gebäude im Originalzustand, in Form eines unausgesprochenen Kulturgutes. Völlig unversöhnlich gebärden sich dabei beiden Seiten und werfen sich gegenseitigen bestenfalls nur Populismus und Halsstarrigkeit vor und dies ist zumeist nicht immer unberechtigt. Dieser Disput findet zumeist in vergeisteter Form in den üblichen Feuilletons und einschlägigen Fachzeitschriften statt, auf eine Rezeption der Benutzer derselben Architektur wird im übrigen weitestgehend gerne verzichtet und das nicht immer ohne guten Grund.
Aber welche Parameter bzw. Kriterien könnte man dann überhaupt anwenden, um ein Gebäude der Nachkriegsmoderne (und nicht nur aus dieser Epoche) “angemessen” zu beurteilen um sich ggf. eine Meinung darüber bilden zu können. Als Randbedingung kommt in diesem Fall erschwerend hinzu, dass das Alter an vielen Gebäuden der Nachkriegsmoderne nicht ohne deutlich sichtbare Zeichen in Form von Nutzungsänderungen und Modernisierungswellen zumeist nur schwer ablesbar ist und ggf. den Blick auf den wahren Gehalt der Sache (das Bauwerk) und dessen ursprüngliche Intention verstellt. Es geht um eine Analyse all dessen, was über die Zeit Bestand hat, sowohl materiell als auch immateriell und nicht um dessen offensichtlichen Gegenteil wie zB. in hämischer Form von Bauschäden. Um das nun etwas naher zu erläutern, hier eine kleine Ideensammlung möglicher Kriterien (nach DECHAU), es bleibt jedem dennoch überlassen, diese zu verwerfen, ergänzen oder gänzlich neue zu erschaffen):
Hat sich ein Material bzw. die Struktur bewährt und ist das Gebäude “in Ehren” alt geworden? Waren Änderungen in der Funktion und Form des Gebäudes erforderlich, sind in dessen Folge Nutzungen geändert oder sogar verworfen worden? Wurde für diese arbeiten der entwerfende Architekt nochmals zu Rate gezogen? Wie beurteilt die Bewohner (z.B. auch der Hausmeister) überhaupt das Gebäude? Hat der Architekt im Laufe der Zeit den Werdegang des Bauwerks kritisch verfolgt und was sagen z.B. der Bauherr und Nutzer heute im vergleich zu damals?
Abschließend betrachtet stellt sich fast immer zwangsläufig die Frage, ob das Gebäude in seiner heutigen Form, Nutzung und Funktion noch zu den ursprünglichen Maßstäben und Kriterien (der Architektur und des Architekten) in ein rationales Verhältnis gesetzt werden kann. Und für alle die es dennoch interessieren sollte, wo das Bild aufgenommen wurde. Das pitorekse Ensemble der Nachkriegsmoderne liegt keine 5 Minuten Fußweg östlich vom Breitscheidplatz und Kurfürstendamm, inmitten der Berliner City-West. Prolog: “the best part of beauty is that which no picture can express.” – Francis Bacon, Essays

 [Zeiss Ikon ZM, Carl Zeiss Biogon 35mm f/2, Kodak Professional TriX 400]

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Die Struktur der Fotografien | eine Bildanalyse

12. Juli 2014 Keine Kommentare

Die Struktur der Fotografien | Zeichen, eine Bildanalyse - © bildraum-f | fotografie“Wer sehen kann, kann auch fotografieren.
Sehen lernen kann allerdings lange dauern.” – Werbung der Firma Leica

Die Struktur der Fotografien: Fotografien sind eng begrenzte Abbilder einer dreidimensionalen, komplexen Wirklichkeit. Das bedeutet zugleich, daß sie weit weniger Informationen enthalten als die vielschichtige Realität an sich, aber gerade diese begrenzte Auswahl und Ausschnitthaftigkeit von Informationen ist gleichzeitig eine Chance der Fotografie. Die Reduktion auf das Wesentliche berührt dabei keineswegs die Forderung nach der (Wieder-)Erkennbarkeit des Motivs. Sofern man nicht bewusst das Motiv verschlüsseln will, muß de facto der Gegenstand der Fotografie als solcher in Form von Zeichen erkennbar sein.
Fotografischen Zeichen bestehen aus der Summen von Formen, Flächen oder Linien, diese werden erst durch die Interpretation des Betrachters wieder zu Gegenständen. Ein weiterer Gesichtspunkt dieser Zeichen ist deren innere und thematische Zusammenhänge und deren logische Verknüpfungen, in den wir diese Zeichen stellen. Zugleich ist diese Interpretation abhängig von vorgeprägten Denkweisen und den verschiedensten kulturellen oder gefühlsmäßigen Vorgaben, die den Betrachter nahezu unbewusst veranlassen, ein Zeichen in einer bestimmten Weise (zB. ein Pfeil der die Richtung angibt) zu interpretieren.
Mit Zeichen aufbauen: Wenn also der Mensch dazu neigt, ein einzelnes Zeichen wie z. B. eine Linie, die quer durch ein Foto verläuft, auf eine bestimmte Art und Weise zu interpretieren, so sollte der Fotograf die Bedeutung der verschiedensten Zeichen (Formen, Flächen, Linien, Farben usw.) kennen. Erst dann lassen sich diese Zeichen bewusst in den eigenen Bildern einsetzen, und zwar so, daß der Betrachter sie genau in der Art und Weise interpretiert, wie es der Bildautor beabsichtigt. Um all die Linien und Flächen, die die Bildwirkung beeinflussen, bei der Gestaltung des Fotos zu berücksichtigen, gilt es zunächst, sie in den Motiven überhaupt zu sehen.
Die vorliegende Bildanalyse ist ein schönes Beispiel für die Verwendung von sichtbaren und imaginären Linien und Flächen. Ich gehe hier nur auf die verwendeten Zeichen ein, zu einem späteren Zeitpunkt werde ich diesen Text um die verbleibenden nicht erwähnten Zeichen ergänzenden.
Die Struktur der Fotografien | eine Bildanalyse - © bildraum-f | fotografieLinien: Eine Linie kann als eines der elementarsten und wichtigsten Gestaltungsmittel überhaupt bezeichnet werden. Die Wirkung der Linien ist stark abhängig von ihrer Lage innerhalb des Bildes wie auch von dem Grad ihrer Deutlichkeit. Linien reduzieren nicht nur Gegenstände und Motive auf ihre äußere Form, sondern können zugleich eine Vielzahl von Eindrücken (Ruhe, Dynamik, Hektik, Spannung usw.) hervorrufen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist es jedoch sinnvoll, zwischen wirklichen und imaginären Linien zu unterscheiden. Wirklich Linien sind im Bild sichtbare Geraden, wie zB. Gebäudekanten, Laternen etc., zu den wirklichen Linien zählen uA. aber auch die Umrisslinien von Körpern. Die räumliche Ausrichtung der Geraden (waagerecht oder senkrecht, schräg oder diagonal usw.) spielt hingegen keine Rolle. Wirkliche Linien sind entgegen den imäginären Linien einfach zu erkennen. Ein Beispiel zeigt die Bildanalyse: die Interaktion zwischen zwei sich unterhaltenden Personen bildet zB. eine imaginäre Linie.  Der Fotograf geht in diesem Bild ohne eine sichtbare Linie mit seinem Sujet einen imaginäre Verbindung/Beziehung ein, die sich durch die imaginäre Linie manifestiert. Imaginäre Linien können aber auch zugleich richtungsweisende Linien oder Formen fortführen, solche Richtungsweiser könnten z.B. Pfeile oder Dreiecke sein. In diesem Fall zeigt die Form und Perspektive des stark geometrischen Gebäudes in Verlängerung horizontalen Bänder auf den Kopf des Fotografen auf der linken Seite.
Flächen: Flächen können beliebig klein sein, die kleinste Fläche ist der Punkt, die größte bei der Bildgestaltung die gesamte Bildfläche. Auch bei einer Beschreibung der Flächen ist zwischen wirklichen und imaginären Zeichen zu unterscheiden. Wirkliche Flächen werden meist durch Hell-Dunkel-Töne gebildet. In dieser Fotografie wird der Bildhintergrund durch diese Hell-Dunkel Flächen stark strukturiert und verstärkt den vorherrschenden Raumeindruck. Imaginäre Flächen können durch ihre Umrisslinien oder auch nur durch imaginäre Umrisslinien aufgebaut werden. In diesem Fall spannt sich, begrenzt von dem rechten Unterarm und Körper sowie der Frau auf der Parkbank ein imaginäre Fläche in Form eines dynamischen Dreiecks auf.
Interessant ist, daß das Auge eine Fläche tendenziell in der abfallenden Diagonale von links nach rechts abtastet. Der Einstiegsort für ein strukturiertes Foto sollte demnach links oben liegen. Gleichzeitig sollte man wissen, daß ein heller Ton das umhergleiten des Auges erleichtert, ein dunkler Ton dieses erschwert. Eine Theorie besagt, daß Fotografien oben links eher etwas heller, unten rechts eher etwas dunkler sein sollen, um das wandernde Auge zu leiten. In diesem Bild sind die bildwichtigsten Details auf dieser imaginär abfallenden Diagonale angeordnet, was den Bildeindruck nochmals verstärkt. Die perspektivischen zum linken Rand gefluchteten Linien verstärken zudem den Kontrast der Größenverhältnisse der bildbestimmenden Figuren. Der Fotograf wirkt durch diese fluchtenden Linien gegenüber der Frau unnatürlich groß, das Sujet wird zum wortwörtlichen Modell.

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Kinderspiel | Geheimversteck Kreuzberger Kinder

16. Juni 2014 Keine Kommentare

Kreuzberger Geheimversteck - © bildraum-f | fotografie

Offensichtlich wissen einige vorwitzige Zeitgenossen sehr wohl, wo man die ersteren suchen sollte und damit wäre dann das Geheimversteck nun nicht mehr ganz so geheim. Zumindest behauptet das das Kreide-Graffiti über dem Kellerfenster in der Kreuzberger Waldemarstrasse.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Stadtraum als Bühne, Abbild der Stadt und Bewohner

6. Juni 2014 1 Kommentar

Lebendiger Stadtraum - © bildraum-f | fotografie“Die Stadt ist, von zwei Menschenkategorien bevölkert, von Geschäftemachern und ihren Opfern, dem Lernenden und Studierenden nur auf die schmerzhafte, eine jede Natur störende, mit der Zeit verstörende und zerstörende, sehr oft nur auf die heimtückisch tödliche Weise bewohnbar.” – Thomas Bernhard, Ursache

Als Architekt sieht man den Stadtraum, dessen Bewohner und deren Gebäude mit zumeist anderen Augen, denen eines Wissenschaftlers oder mal als pragmatischer Techniker, aber auch der Künstler im Architekten wird immer wieder gefordert. Es gibt, als Beobachter des Stadtraumes mit offenen Augen, immer wieder reine Zufallsfunde und echte Glücksumstände in deren Einmaligkeit sich eine ganze Stadt offenbart und einem damit tiefgreifende Einblicke in die Funktionsweise des Stadtkörpers zuteil werden lässt. So auch diese Fotografie – aufgenommen in der City of London, südlich Covent Garden, Maiden Lane. Hier zeigt sich ein grobes soziologische Abbild der Londoner Gesellschaftsschichten und des umgebenen Stadtraumes begrenzt auf engsten Raum, in einem Augenblick und in einer einzigen fokussierten Fotografie. Die Anordnung der abgebildeten Personen in Zentralperspektive, deren räumliche und visuelle Beziehung zueinander symbolisiert zugleich deren gesellschaftlichen Position, der kleine Ausschnitt aus dem Stadtraum wird zur Bühne einer städtischen Theaterkulisse und wird zu einer Schablone für eine ganzen Stadt.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Das Ende eines Tages – Frühlingsregen, Hay´s Galleria

27. Mai 2014 3 Kommentare

Das Ende eines Tages - Frühlingsregen, Hay's Galleria - © bildraum-f | fotografie“And in this moment, like a swift intake of breath, the rain came.” – Truman Capote, Other Voices, Other Rooms

Eine seltsam bedrückende und beklemmende Fotografie. Der ältere Büroangestellte sucht vor dem fallenden Frühlingsregen Schutz in einer der Arkadenbögen in der Hay´s Galleria, London Bridge City und wartet auf das Ende des Frühlingsregen. Seltsam deplaziert und verlassen wirkt er dort – mit gesenktem Kopf beobachtet er das negennasse blaugraue Pflaster zu seinen Füssen. “Wenn man nur lang genug in den Regen sieht, ohne einen Gedanken im Kopf, spürt man, wie der Körper sich löst, wie er die Realität abschüttelt. Regen besitzt eine hypnotische Wirkung.” [Murakami] Ein bleigrauer und kalter Tag mit viel Wind und Regenschauern und nur extrem diffusem Licht, was alle Farbe schluckt – die meisten Menschen eilen zügig ohne Rast umher, der öffentliche Raum wirkt noch trostloser und leerer als sonst.  Wieder ein durchaus reizvoller Frühlingstag in London.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Markt und Märkte – Ende eines Handelstages im Borough Market | London

14. Mai 2014 Keine Kommentare

Markt und Märkte; London Southwark, Borough Market - © bildraum-f | fotografie“This is the land, where nothing changes, the land of red buses and blue blooded babies. This is the place, where pensioners are raped, and the hearts are being cut, from the welfare state. Let the poor drink the milk, while the rich eat the honey. Let the bums count their blessings, while they count the money.” – the the (Matt Johnson), heartland

So leer wie auf dieser Fotografie werden die meisten Besucher den Borough Market, Southwark District Central London, wohl kaum erleben. Tagsüber während der regulären Marktzeiten, ist der Borough Market derart voll, dass einem ziemlich schnell die Lust vergehen kann, sich an den hervorragenden Produkten zu probieren. Der Markt bietet nicht nur Produkte des täglichen Bedarfs, sondern vor allem eine große und diversifizierte Auswahl an zumeist “preisgünstigen” und hochwertigen Mittagsgerichten. Wem der Borough Market mittlerweile dennoch zu voll sein sollte und trotzdem gutes Essen sucht, dem kann man nur einen Besuch auf dem Maltby Street Food Market: Ropewalk, ungefähr 10 bis 15  Minuten Fußweg in südöstliche Richtung des Borough Market, empfehlen. Eine weitere Empfehlung ist der nördlich der Thamse liegende Smithfield Market und das weiter östlich angrenzende Gebiet um die Brick Lane. Hier ist aber der Prozeß der Gentrifizierung seit Jahren im Gange und sehr deutlich sichtbar, dennoch ist der Brick Lane Markt durchaus mal einen Besuch wert. Interessanterweise kann man in der City of London mittlerweile deutlich den Prozeß der “super gentrification” (Loretta Lees, King´s College London) beobachten – ich empfehle mal diesen Artikel “Super-gentrification in Barnsbury London: globalization and gentrifying global elites at the neighbourhood level” zu lesen. Bei meinem jetzigen Aufenthalt wurden in der Presse [Guardian] gerade die rapide steigenden Immobilienpreise in der City of London von um die 18% (in Worten: Achtzehn Prozent!) pro Jahr kontrovers diskutiert. Nichtsdestoweniger beschlich mich das unbestimmte und beklemmende Gefühl, dass Großbritannien sich noch immer im festen Griff der Thatcher Ära befindet, oder zumindest noch unter deren Geistern zu leiden hat. In kaum einer der westlichen Agglomerationsräume ist momentan das sozioökonomische Ringen um den Körper in der Stadt so deutlich wie in London.

[Zeiss Ikon SW, Carl Zeiss Biogon 21mm f/2.8, Kodak Professional TriX 400]

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Strassenkind Kreuzberg | plakatives Paste-Up

29. April 2014 1 Kommentar

Strassenkind in Kreuzberg, plakatives Paste-UP in der Schlesischen Strasse - © bildraum-f | fotografie“Bleak, dark, and piercing cold, it was a night for the well-housed and fed to draw round the bright fire, and thank God they were at home; and for the homeless starving wretch to lay him down and die. Many hunger-worn outcasts close their eyes in our bare streets at such times, who, let their crimes have been what they may, can hardly open them in a more bitter world.” Charles Dickens, Oliver Twist

Die meisten gehen erst achtlos vorbei, erst aus dem Augenwinkel entdecken sie das auf dem Boden hockende Strassenkind, welches seinen Kopf auf den verschränkten Armen auf den Knien abgelegt hat. Erst danach realisieren die meisten, mit einer kurzen Kopfbewegung um das Geschehen besser zu erfassen, dass es sich nicht um einen menschlichen Körper, sondern um dessen plakatives Abbild in Form eines Past-Up handelt. Der vor dem Strassenkind Abbild zusammengekehrte Papiermüll und das am Morgen tief einfallende Sonnenlicht verstärkt die Plastizität.

[LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Planar 50mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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In weiter Ferne, so nah! Engel Cassiel – Ostern 2014

20. April 2014 1 Kommentar

In weiter Ferne, so nah! Ostern 2014, Engel Cassiel in Berlin  - © bildraum-f | fotografie„Ihr. Ihr, die wir lieben, ihr seht uns nicht. Ihr hört uns nicht. Ihr wähnt uns in weiter Ferne, doch sind wir so nah. Wir sind Boten, die Nähe zu tragen zu denen in der Ferne. Wir sind Boten, das Licht zu tragen zu denen im Dunkeln. Wir sind Boten, das Wort zu tragen zu denen, die fragen. Wir sind nicht Licht. Wir sind nicht Botschaft. Wir sind die Boten. Wir sind nichts! Ihr seid uns alles!“ (Engel Cassiel)

Euch allen da draussen ein schönes Osterfest!

 [LEICA M6 TTL, Carl Zeiss Biogon 35mm f/2.0, Kodak Professional TriX 400]

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Berlin Babylon 2014 – Neue Architektur am Spreebogen

2. April 2014 Keine Kommentare

Berlin Babylon - Nachtrag 2014, Ein Wald von Baukränen am Humboldthafen, Alexanderufer, Blick vom Spreebogen - © bildraum-f | fotografieEin karger Wald aus Stahl am Spreebogen. Die Kräne am östlichen Ufer des Humboldthafens gehören zu einem Baufeld südlich dem gigantischen Städtebauprogramm mit dem vielsagenden Titel “Europacity” am Berliner Hauptbahnhof. Falls jemanden interessieren sollte was für eine “Investoren”architektur hier nun wieder enstehen wird, dem enpfehle ich mal einen kurzen Blick auf die “Competitionline – Wettbewerbe und Architektur” und auf der Seite von KSP – Jürgen Engel Architekten als Visualisierung.
“Durch seinen subtilen Zynismus und seinen dokumentarischen Wert wird Berlin Babylon noch an Wert gewinnen. Künftige Generationen werden verblüfft sein, mit welcher Dreistigkeit mittelmässige Geister dieser Stadt ihre Siegel aufdrücken konnten.
” – Filmkritik TIP.
“Berlin Babylon erzählt von der Melancholie einer Stadt, die ihre zerstörte Struktur mit aller Macht zurückgewinnen, die Schatten der Vergangenheit überwinden will. …  Ein Film über die hoffnungslose Bauwut, die in den Himmel wächst und seltsam flach und mittelmäßig bleibt, über die verführerische Faszination und prosaische Brutalität des Bauens.” Synopsis Berlin Babylon

Ach, wie wahr und grundsätzlich hat sich daran auch nichts in Berlin geändert!

[Mamiya C330 Professional, 65mm f/3.5, Kodak TMAX 400]

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