
Urban exploration Berlin: Bierlager in der Ruine der ehemaligen Bärenquell Brauerei in Treptow, Niederschöneweide an der Schnellerstraße. Von 1882 bis 1994 wurde auf dem riesigen Gelände unter verschiedenen Sorten- und Herstellernamen Bier (Borussia-Brauerei, Schultheiß-Brauerei, ab 1954 VEB Schultheiß Brauerei, 1959 VEB Berliner Brauereien, ab 1991 Henninger Bräu) gebraut. Ab 1959 wurde dort das “Bärenquell” Bier hergestellt, was letztendlich dem Areal den Namen gab. Ähnlich dem Kinder- und Säuglingskrankenhaus ist der Zerstörungsrad der zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden so erheblich, daß letztendlich wohl nur noch ein großflächiger Abriß übrig bleibt – hier kann der Denkmalschutz unter aufbringen erheblicher finazieller Mittel wohl nichts mehr nachhaltig retten. Eigentlich, wenn man den Zustand der Anlage betrachet ein ausgesprochen uninteressantes Ziel, außer man interessiert sich für nahezu alle un-/kreativen Formen des Vandalismus, unmengen an guten und unglaublich schlechten Graffitis und Wandgemälden, zwei ehem. illegaler Klubs wovon einer unter dem Dach des Bierlagers zu finden ist und natürlich massenhaft Etiketten der ehem. Bärenquellflaschen sowie Dauben von alten Holzfässer. Vielleiht habe ich ja auch deswegen nicht viele Bilder angefertigt – ansonsten netter Ausflug und der Zugang zum Grundstück ist auch kein Problem (aber nicht erlaubt!).
[ Zeiss ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional E100G]
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“In the depths of the mirror the evening landscape moved by, the mirror and the reflected figures like motion pictures superimposed one on the other. The figures and the background were unrelated, and yet the figures, transparent and intangible, and the background, dim in the gathering darkness, melted into a sort of symbolic world not of this world.” — Yasunari Kawabata
Mal abgesehen von geometrischen mustern und strukturen (natürlichen wie artifiziellen, egal ob form oder farbe) bilden reflektionen immerschon ein großer teil meiner fotografische aufmerksamkeit. Relektionen erfordern vom betrachter immer einen zweiten intensiven blick – den auf das objekt in der tiefe des abbildes und den bildgeber an sich. Der blick in den spiegel der relektion gleicht einer wiederspiegelte artifiziellen welt hinter der relektion, als decodiertes fragment der uns umgebenden realität.
[ Zeiss ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional E100G]
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Euch allen noch ein schönes neues jahr und viel spaß beim fotografieren.
Ausblicke auf 2012 haben wir ja schon einige: zeiss kann das groh der zm objektive in frühestens 2 monaten wieder in europa liefern (ja cosima produziert wieder) und hoffentlich existiert ende 2012 noch eastman-kodak und es besteht dann noch die möglichkeit die 135/120 professional filme zu kaufen (ich meine keine restbestände) – ich würde nach dem stand der dinge nicht unbedingt darauf wetten, aber hoffen wir das beste. The impossible project liefert wieder “polaroid” filme, wobei deren qualität doch noch erheblich schwankt. Fotogeschäfte kommen und gehen, zumindest hat ehemals wüstefeld nunmehr leistenschneider, nun auch im neuen gewande, die exellente sw-entwicklungs ausser hause wenigstens beibehalten. Leica hat mit dem englischen hersteller von fototaschen billingham eine “spezielle” fototasche für den style-bewußten leicauser entwickelt, das erfreut das herz der unter gas (gear acquisition syndrome) leidenden fotografen (ps. ein “turnbeutel” mit gestickten leica logo ist auch dabei – warum auch immer), natürlich wird dafür auch ein echt leica typischer hochpreise aufgerufen. Okay, die kleine tasche ist genau das was ich schon lange gesucht habe und dazu ist sie wirklich praktisch. Ach ja, eine artfremde zeiss zm und/oder nikon s3 y2000 oder ähnliche artverwandte kameras passen da auch ohne probleme rein.
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Zweimal ein Fotoautomat und zwei Personen ergeben gleich zwölf Bilder. Warschauer Straße, Berlin Friedrichshain
Schön, daß man die XPan im Panoramamodus auch für Streetphotography gebrauchen kann. [Hasselblad Xpan, 45mm f/4, Kodak Professional Tmax-400]
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Detailaufnhamen der Skulptur “Cerberus 2000″ aus der Reihe “Implosionen” von Ewerdt Hilgeman an der Ecke Nachodstraße und Bundesallee vor der Investitionsbank Berlin (nomen est omen). Die 1,50 t und rund 8,00 m hohe stark deformierte Skulptur ist aus 3mm starken Edelstahl gefertigt und soll den Höllenhund Cerberus aus der griechischen Sagenwelt symbolisieren.
Die extremen Deformationen entstehen dadurch, daß der Künstler die Skulpturen geradezu “implodieren” läßt, indem er die Luft aus den druckdichten Edelstahlhohlkörpern evakuiert. „Ich deformiere einen geometrischen Körper.
Die Menschen planen, wir planen alles, und so plane ich auch meine Würfel, meine Pyramiden, meine Säulen. Dann wird die Luft herausgesaugt, die Luft von Außen drückt dagegen. Sie ist mein Meißel, mein Hammer, mein Werkzeug“, erläutert Hilgemann seine Arbeit. „Ich bin ein Luftschmied.“ (Presse, Messer Group, 01.08.2011)
[Zeiss ZM, Biogon T* 35mm f/2, Kodak Professional E100G]
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Kontrollfeld im Steuerstand der Bestückungsanlage am Changierkran.
Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel, beherbergt den letzten in Westeuropa existierenden und stillgelegenten Siemens-Martin Ofen (ca. 1963 in Betrieb genommen und 1994 unter Denkmalschutz gestellt). Ein paar weiter Bilder sind noch hier zu finden.
[Hasselblad Xpan, 45mm f/4, Kodak Professional Tmax-400]
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Die beiden Touristen hatte ich wortwörtlich nur am Rande wahrgenommen, das Bild hatte ich nur aus der Hand geschossen, ohne durch den Sucher zu schauen und so bleiben die beiden auch nur eine flüchtige Randerscheinung im Bild.
[Nikon S3 Y2000, Voigtländer SC Skopar f/4 21mm, Tri-X]
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“All desires have been denied to put me in this state of mind
Another year older and what have I done
My aspirations have shriveled in the sun
I’m crippled by guilt
Blinded by science
I’ve been waiting for tomorrow all of my life” – Matt Johnson
Das Einkaufen mit den Eltern/Mutter hat den kleine Jungen auf der Ladentreppe sitzend offensichtlich ziemlich mitgenommen bzw. erschöpft. Oranienburger Straße, Kreuzberg
[Nikon S3 Y2000, Voigtländer SC Skopar f/4 21mm, Tri-X]
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“o tempora – o mores”
Das Taschen und Mäntel im Museum abgegeben werden müssen war mir bekannt, aber Kinderpuppen? Fundsache beim Museumsbesuch der Hokusai Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, Oktober Berlin.
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Kalter und verregneter Tag auf der Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Der Sommer ist nun wohl endgültig vorbei. Die Blickrichtung ist gen Osten gerichtet, im Hintergund sind der “Molecule Man” und der Allianz Tower zu erkennen.
[Zeiss ZM, Planar T* 50mm f/2, Kodak Professional T-MAX 400]
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Was für ein Theater – Temporärere Interaktion von Raumkörpern und Körperräumen. S-Bhf Yorkstrasse (Großgörschenstraße), Berlin Schöneberg 2011
[Nikon S3 Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]
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Die Unterführung Messedamm Ecke Masurenalle am ICC ist eigentlich ein Zugang zu einer niemals in Betrieb genommenen U-Bahnstrecke, der Raum wird momentan von Skatern und Bikern mit vorliebe bevölkert. In den 70er Jahren sollte die vorhandene U-Bahnlinie U2 (Schlesische-Straße – Uhlandstraße) über den Adenauerplatz bis hin zum Messedamm (ICC) verlängert werden. Während der Streckenerweiterung der U7 vom Fehrberlliner Platz bis zum Mierendorffplatz, wurde im Zuge der Bauarbeiten des U-Bahnhof Adenauerplatz gleich der Robhau für die Linie U2 in Richtung Messedamm erstellt. Falls sich jemand für die geplanten Strecken in Berlin und die einzelnen Rohbauten unfertiger U-Bahnhöfe interessiert, dem hab ich das Verfahren Planfeststellung "Gleisnetz" (27) aus dem Jahr 1995 der Senatsverwaltung Verkehr und Betriebe, Abt V beigelegt. Der unter dem Messedamm liegende Rohbau der Gleis- und Bahnhofsanlage wird heute als Museumsdepot benutzt.
[Nikon S3 Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]
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“edle Einfalt, stille Größe“ – Wincklemann
Dieses Kreuzberger Graffiti habe ich vor rund 2 Wochen Schlesische Straße Ecke Cuvrystraße gesichtet. Okay, spiegelverkehrt zu schrieben ist eine Sache, aber der Rest ist schon ein ziemlicher Hammer. Die orthographische Korrektheit des Graffiti sieht die Neue deutsche Rechtschreibung in diesen Fall mit ziemlicher Sicherheit anderes – und das Garantiert. Von der inhaltlichen Aussage mal abgesehen kann ich mich, beim Anblick dieser rund 3.00 Meter hohen Meinungsäußerung, einfach einem sarkastische Grinsen nicht erwähnen.
Ein pikantes Detail ist das oben rechts stilisierte kleine Anarchie Zeichen als eine Art von Copyrightsymbol – mir ist vollkommen unklar was das nun wieder soll. Hier sprechen bzw schreiben mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit Nihilisten, weder Anarchisten, Syndikalisten oder gar Graswurzelreaktionäre – Leute, lernt doch endlich mal eure Parolen richtig. Ich behaupte mal Stirner, Mckay und Tucker haben ihre Ideen eines individualistischen Anarchismus sicherlich anders verstanden haben wollen und wer bei Stirner nachlesen will, bitte sehr: “Max Sirner – Der Einzige und sein Eigentum”.
Ich bin mir wirklich nicht sicher ob diese Spezialisten ein gravierendes Rechtschreibproblem haben, auch so sprechen und sich damit schriftlich nur in phonetisch Form mitteilen können – wundern würde es mich auch nicht mehr, eigentlich wundere ich mich in Kreuzberg über gar nichts mehr.
Ach ja, für unsere Spezialisten da draussen, eine kleine Hilfestellung für das nächste Graffito: [’fʌk ?] [’ɔ:f]
[Nikon S3 Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]
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Prenzlauer Berg. Doch alles nur Fassade? Nicht alles ist im Prenzlauer Berg in Gänze saniert worden. Der Blick ist Richtung Süden gerichtet, über den S-Bahnring hinweg (auf der Brücke zwischen Dänenstraße und Sonnenburger Straße).
[Nikon S3 Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]
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“Once you have perceived that life is very cruel, the only response is to live with as much humanity, humour and freedom as you can.” – Sarah Kane
Deutliche Forderung per Graffiti an einer Schöneberger Häuserwand nach mehr Natur in der Stadt…
[Nikon S3 Y2000, Nikkor-S 50mm F/1.4, Kodak Professional T-Max 400]
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