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Hasselblad XPan | Panorama Hochbahn Kreuzberg

5. September 2011 2 Kommentare

Hochbahn Kreuzberg

Im Jahr 1998 entwickelte Hasselblad mit Fuji und Horseman gemeinschaftlich die Messfeldsucherkamera, die bis heute bei den Messfeldsucherkameras eine einzigartige Funktion aufwiest. Die ist baugleich mit der Fuji TX-1, die ausschließlich auf den Japan Markt verkauft wurde. Die aus Titan gefertigte ist mit einer Größe von 166 mm x 82 mm x 51 mm (BHT) recht handlich und nur geringfügig größer als andere Messfeldsucherkameras (zum Vergleich: Zeiss ZM 138 mm x 72,5 mm  x 32 mm) und wiegt mit dem 45mm Standardobjektiv rund 735.00 gr. Das Besondere an dieser sieht man schon an dem obigen unbeschnittenen Bild, die ist in der Lage nicht nur KB-Bilder im Standardformat 24 x 36 mm zu erstellen, sondern auch Panoramabilder mit den Abmessungen 24 x 65 mm (ohne großartige Vignettierung, zumindest bei dem 45mm Objektiv), das Format kann während des Fotografierens mit einem mechanischen Schalter an der Rückseite auswählen werdem. Fotografiert man einen kompletten Film im Panoramaformat, stehen einem auf einem 135 Film insgesamt 20 Aufnahmen zur Verfügung. Damit das Panoramaformat überhaupt möglich ist, verwendet die kompakte gebaute Mittelformatobjektive, zur Verfügung stehen Objektive von Fuji (mit Hasselblad Branding) mit den Brennweiten von 30mm (mit Aufstecksucher), 45mm und 90mm. Umgerechnet entspricht das einer KB-Brennweite von ca. 17, 25 und 50mm. Das 30mm Objektiv muss mit einem Centerfilter betrieben werden um die Vignettierung am Rand abzumildern. Sofern SW-Filme und das 45mm Objektiv benutzt werden, ist die Verwendung eines Centerfilter unnötig, da  eine Randabschattung nahezu nicht wahrnehmbar ist, bei Durchlichtfilme hingegen schon – aber bei diesem Punkt herrscht allgemeine Unstimmigkeit, ich zumindest habe keien Vignettierung feststellen können. Ansonsten besitzt die eine Mittelpunktbetonte TTL-Belichtungsmessung mit manuellen Nachführmessung, eine maximale Belichtungszeit von nur 270 Sekunden und eine Zeitautomatik mit der Möglichkeit der Belichtungskorrektur – und genau da ist, mir völlig unerklärlich warum, des grösste Problem mit der . Die Belichtungszeit wird nicht in das Sucherfeld eingespiegelt, sondern steht auf dem LCD Diplay auf der Rückseite der . Wer um alles in der Welt hat sich das einfallen lassen? Kurzum, fotografiert man im AV – Mode sieht man die Belichtungszeiten nicht und muss die vom Auge nehmen und auf dem Display auf der Kamerarückseite nachschauen. Mir persönlich ist das egal, da ich ohnehin lieber im “shutter priority” Modus arbeite, in diesem Fall wird das Messergebnis  in Form der klassischen Nikon F2 “- 0 +” Anzeige als LED Info im Sucher angezeigt – die Angaben haben sich als ausgesprochen akkurat erwiesen (mit einem Gossen Digisix nachgemessen). Jeder der schonmal mit volltändig manuellen Kameras wie zB. der , Leica III usw. gearbeitet hat wird mit dieser Einschränkung sicherlich keine Probleme haben. Der Filmtransport und die Auslösung sind vollständig elektronisch gesteuert sehr leise und lassen auch unbemerktes Fotografieren zu.  Die optische Qualität der Objektive ist hervorragend, im Vergleich dazu erscheint mir das Voigtländer Skopar 21mm f/4 als relativ unscharf – und das gilt schon als extrem scharf.

110904-xpan-cameraIm Jahr 2003 wurde die XPan überarbeitet und als XPan II auf den Markt gebracht, die Verschlußzeit wurde nunmehr im Sucherfeld angezeigt, die maxmiale Verschlusszeit wurde auf 540 Sekunden angehoben und das Einstellrad für die Filempfindlichkeit wurde von der Frontplatte entfernt, ausserdem sind nun Mehrfachbelichtungen möglich. Im Jahr 2006 wurde die Produktion eingestellt, Grund dürfte dafür ua. die “Elektronikschrott-Richtlinien” der EU sein. Für die, die sich das 30mm nicht leisten könne, immerhin kostet das Objektiv gebraucht noch rund 2.800,00€, gibt es einen Adapter um ein Nikon PC-Nikkor 28mm f/3.5 an die XPan anzuschließen. Jedoch wird dadurch das Bild um insgesamt 2mm in der Horizontalen beschnitten. Gebrauchte “near mint” Xpan kosten mit einem 45mm Objektiv rund 1.500,00 €, bei der XPan II muss man schon mit rund 2.300,00€ rechnen – ob nun die überarbeite Version den Mehrpreis rechtfertigt bleibt jedem selbst überlassen. Einen Review der Xpan ist auf “luminous landscape” nachzulesen und die orginale Hasseblad XPan Broschüre habe ich auch noch gefunden.

[Hasselblad Xpan, 45mm f/4, Kodak  Professional Tmax-400]

 

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Nikon S3 Year 2000 Millennium Model

29. Juni 2011 Keine Kommentare

Nikon S3 Year 2000 Limited Edition Kolonadenhof am der alten Nationalgalerie, Berlin 2011

Diese unbenutzte und zudem orginalverpackte Year 2000 Millennium Model Messfeldsucherkamera mit dem passenden Nikkor-S 50 mm f/1.4 Objektiv habe ich vor kurzem bei der Westlicht Auktion in Wien günstig erstanden. Die damals als Sammleredition gedachte /2000 ist eine detailgetreue Replik der S3 von 1958 mit nur marginalen optischen Änderungen. Die ist vollständig mechanisch und besitzt einen horizontalen Tuchverschluss mit max. 1/1000, das Sucherfeld hat eine Vergrößerung von 1:1 (basierend auf 60mm Basisbrennweite). Die 35mm, 50mm und 105mm Framelines sind entgegen der Nikon SP Variante in das Sucherfeld direkt eingraviert. Die mechanische Fokussierung kann zzgl. durch ein Rädchen mit dem Indexfinger in der Nähe des Auslösers auf der vordern Seite der getätigt werden (wie u.a. Zeiss Contax II). Die Gesamtstückzahl der hergestellten Kameras wurde aufgrund der großen Nachfrage von 2000 Stck. auf 8000 Stck angehoben, wobei dabei Sättigung des japanischen Marktes und der hohe Grundpreis überschätzt wurden. Daher sind einige wenige Exemplare u.a. nach Deutschland gekommen, diese sollten damals “wahnsinnige” 11.900,00 DM kosten. Das einzig wirklich ärgerliche an der ist, dass zu einem zusätzliche Objektive und Zubehör unglaublich selten und recht teuer sind, und zum anderen das RF-Mount Bajonett nicht mehr hergestellt bzw. weiterentwickelt wird. Voigtländer stellte die Produktion von passenden “S” und “SC” Objektiven 2005 ein und Carl Zeiss fertigte eine “limited edition” des 50mm Planar im Jahr 2006 an. Für alle die sich weiterführend mit dieser beschäftigen wollen, habe ich ein paar Links rausgesucht: Photography in Malaysia (wahrscheinlich die umfangreichste Quelle für Nikon Kameras und Objektive überhaupt), und Camerquest. Momentan begleitet mich diese Kamera im Wechsel mit der Zeiss Ikon ZM und dem 50mm t* Planar f/2.

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