Archiv

Artikel Tagged ‘architektur’

Sony Center Berlin | Dachkonstruktion

21. Oktober 2011 Keine Kommentare

Dachkonstruktion Sony Center Berlin | Helumt JahnAusschnitt der Dachkonstruktion am Sony Center , der von Helmut Jahn entworfene Gebäudekomplex liegt am nordöstlichen Rand des Postdamer Platz und wird weiter im Norden durch den Tiergarten begrenzt. Das Dach wurde Ende 1998 errichtet. Ein paar Zahlen um die Größe zu veranschaulichen: Spannweite in der Hauptachse rund 105.00 Meter in der Quersachse immerhin noch 77.00 Meter, Lage über Forumboden rund 67.00 Meter. Gesamtfläche 3.500,00 m². Die Luftstütze (links Mitte) wiegt gut 100.00 Tonnen, der Ringträger rund 502,00 Tonnen und nochmal 105.00 Tonnen für VSG Glasscheiben.

Related posts

Kategorienarchitektur Tags: , ,

Friedrichswerdersche Kirche Gewölbe | Karl Friedrich Schinkel

5. Oktober 2011 Keine Kommentare

Friedrichswerdersche Kirche, Gewölbe Decke | Kar Friedrich Schinkel

Deckengewölbe der Friedrichswerderschen Kirche am Werderschen Markt in Mitte. Die nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel  geplante Kirche ist im neugotischen Stil zwischen 1824 und 1831 errichtet worden. Deckenansicht des unverputzten fünf Kreuz-Rippen-Gewölbe über den eingezogenen Strebepfeilern. Die Rippen des Gewölbe und auch die Mauerwerks- und Bündelpfeiler sind alles verputzte und mit Stuckaturen versehene Flächen, die ledigich aus Kostengründen und der Illusion als Marmor angemalt wurden. Zur Zeit beherbergt die ehemalige Kirche die Skulpturensammlung klassizistischer Bildhauer der Beliner Schule, wie zB.  von Johann Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch, Emil Wolff, Friedrich Tieck und andere.

[ Y2000, Voigtländer SC-Skopar 21mm F/4 , Kodak Professional T-Max 400]

Related posts

Neue Nationalgalerie Berlin – Säulen Detail | Ludwig Mies van der Rohe

19. September 2011 Keine Kommentare

Neue Nationalgalerie Berlin, Kemperplatz„man kann nicht jeden Montag eine neue erfinden“ – Mies van der Rohe.

Wie wahr - und was am Beispiel der Neuen leicht nachvollziehbar ist. 1957 entwarf Ludwig Mies van der Rohe für Bacardi in Santigo de Cuba ein Bürogebäude, das seiner Vision eines “unendlichen Raumgefüges” Rechnung tragen sollte. Dieser architektonische Haltung entwickelte sich schon weit früher und fand erste architektonische Anklänge in den Entwürfen für das  ”50×50 house” (1951)  und für die “s. r. crown hall” in Chicago (Ausführung 1954 - 1956). Der Entwurf der Bacardi Konzernzentrale kam auf Grund der Revolution und Beschlagnahme der Produktionsstätten  in Kuba nie zur Ausführung, ein stark veränderter Entwurf wurde jedoch für Bacardi Mexiko (1957 – 1961) errichtet, der sich tektonisch noch an der “s.r. crown hall” orientiert. Das Museum of Modern Art besitzt einige der originalen Entwurfszeichnungen für das Bacardi Bürohaus Santigo de Cuba: (Interior perspective, Elevation of column with roof and glass wall, Preliminary version: interior perspective). Dieser Entwurf entwickelte sich zu einem Prototyp zweier gänzlich ähnliche Entwürfe, von denen nur einer, nämlich die Neue Nationalgalerie in Berlin, ausgeführt wurde. 1960 entwickelte Mies van der Rohe auf Grundlage des Bacardi Entwurfs ein “Museum für eine kleine Stadt”, das die Sammlung Georg Schäfer in Schweinfurt beherbergen sollte. Dieser Entwurf nimmt die Funktion, Konstruktion und Ausführung der Neuen Nationalgalerie fast vollständig vorab. Leider sind Bilder des Entwurfs relativ rar, aber wieder hilft das MOMA aus (Interior perspective with view of site). Eine Modellsimulation des Museums ist auf der Seite der “4. Architekturwoche in Schweinfurt” zu finden – die Ähnlichkeiten mit der Neuen Nationalgalerie sind frappierend. Ab 1962 arbeitet Mies van der Rohe am Projekt „Neue Nationalgalerie Westberlin“ am Südwestlichen Ende am Kemperplatz, was 1986 fertig gestellt wurde. Die Neue Nationalgalerie steht auf einem mit Granit verkleideten nahezu quadratischem Sockel von 105,00 x 105,00 m, der als Niveauausgleich für das nach Westen hin abschüssigen Gelände dient. In diesem Sockel befinden sich Lager, Ausstellungsräume und einen im Westen liegender Skulpturengarten, der vom Sockel her einsehbar ist. Auf dem Sockel befindet sich der vollständig verglaste quadratischer Stahl-Glas Pavillion (64,80 x 64,80 m), der von einem konstruktiven rund 1.0 m hohen Flachdach, aus Rahmenträgern getragen von 8 außen  liegenden Säulen (siehe Abbildung links), bedeckt ist. Das Dach steht rund 7.2m Meter vor der selbsttragenden Glasfassade. Die architektonische Bedeutung der Mies´schen Säulen, deren Ordnung sowie der Gesamtanlage, als “moderne Vergegenwärtigung des antiken Podiumstempels” werde ich in den kommenden Artikeln beleuchten.

[ , 45mm f/4, Kodak Professional  Tri-X 400]

Related posts

Menschenleere Architektur | Architekturfotografie ohne Menschen

18. August 2011 Keine Kommentare

TU-Berlin, Fak. Architektur, Westliches Treppenhaus „Der mensch ist der maßstab aller dinge.“ protagoras,  ca. 450 v.chr

Hat sich eigentlich jemand mal den kopf zerbrochen, warum die architekturfotografie weitestgehend menschenleer ist? Sollte der mensch eigentlich nicht der maßsstab für die sein. Klar ist zumindest, dass die anfänge der architekturfotografie, bedingt durch die technischen limitationen des mediums, dh. extrem lange belichtungszeiten, zwangsweise menschenleer erscheinen. Zweck der architekturfotografie war die dokumentation, in der wie siegfried kracauer in dem essay “die ” von 1927 meint, dass abbild sich rein auf das aussehen des gezeigten bezieht, jeodch nichts über dessen bedeutung aussagt.
Anfang der 30 jahre des 20 jahrhunderts hingegen wird der mensch ganz bewußt aus der fotografie “vertrieben und die architektur durch ihre isolation hervorgehoben”. [VETTER] Ein beispiel ist die von charles gérads gefertigte aufnahme von le corbusiers villa steinde monzie, maßstab und staffage bildet ein angeschnittenes schwarzes auto am unteren linken bildrand vor der strahlend weissen villa. Das ist durchaus als hinweis auf corbusier verständins zur architektur zu verstehen, da er sinngemäß folgendes formuliert “la mainson est machine a habiter”. Die in dieser zeit entstandenen aufnahmen erfüllten noch nicht den anspruch den bildnenden künsten zugeordnet zu werden, vieleher sollten architektonische ideologien piktoral transportiert werde.
Im laufe des 20 jahrhundert hingegen erscheinen in der architekturfotografie wiederum vermehrt menschen, als zentraler aspekt und fokus einer inszenierung des raumes, in der das gebaute in den hintergrund rückt. Das hat ua. mehere gründe, zu einem wird die fotografie immer als einem medium und gegenstand der erkannt, wie man anhand der einzelner werke der minimal-, land- und ready-made art gut nachvollziehen kann. Ein weiteres Beispiel für diese entwicklung ist zB. die von grusky geschaffene serie der handelsräume in verschiedenen börsen. Zum anderen hat sich die architekturfotografie der gängigen “fachzeitschriften” von der reinen werkschau des architekten für architekten hin zu einer ästhetisierenden werbung entwickelt. Diese entwicklung geht mit dem technischen fortschritt, dem vermehrten verwenden digitaler techniken und den neuen möglichkeiten, die daraus resultieren einher.

Foto:  Treppenhaus der technischen universität , fakultät architektur, blick aus der fünften etage nach oben. [ Y2000, Voigtländer SC-Skopar 21mm F/4 , Kodak Professional T-Max 400]

Related posts

Kategorientheorie Tags: ,

Zoofenster Berlin, Hotel Neubau | Christoph Mäkler

20. Juni 2011 Keine Kommentare

Zoofenster Berlin, Waldorf Astoria Hotel Berlin Nicht mal in der Reflexion wird dieser 120.00 m hohe Neubau besser.  Egal ob Tower 185 und Opernturm  (beide stehen Frankfurt) oder eben das Zoofenster hier, mittlerweile sehen doch alle Entwürfe von Christoph Mäckler gleich aus, was sie gleichzeitig nicht besser, im Sinne einer Weiterentwicklung, erscheinen läßt -  ist halt doch Investorenarchitektur. Wo Jahrelang das Europacenter, Funktum und Fernsehtum markante Hilfspunkte zur Orientierung im westlichen Teil der Stadt boten und zugleich deren Skyline nachhaltig prägten, sind diese tradierten Makierungspunkte nunmehr vom neuen Zoofenster verdrängt worden – und gleichzeitig ist es erschreckend, von wo überall dieses, nach mE. ausgesprochen banale, Gebäude zu sehen ist.

Related posts

Kategorienarchitektur Tags: , ,

Rezension: Tokyo. Die Strasse als gelebter Raum | Lars Müller Verlag

5. Juni 2011 Keine Kommentare

Tokyo. Die Strasse als gelebter Raum | Lars Müller Verlag Tokyo. Die Strasse als gelebter Raum | Lars Müller Verlag

“Ein Goldfischglas auf dem Poller – Schirmständer, Topfpflanzen oder ein Sofa am Straßenrand?”

Vorab, das reich bebilderte Buch ist kein Kunstband im klassischen Sinne und dies versucht es auch gar nicht erst zu sein. Es handelt sich um eine Studienarbeit aus dem Forschungsprojekt “taking to the streets” unter der Leitung von Jürgen Krusch und der Mitarbeit von WM Frank Rost am Lehrstuhl Prof. Günter Vogt vom Netzwerk Stadt und der ETH Zürich, Departement .
Inhaltlich setzt sich das Buch mit der Frage nach dem Straßenraum als einem der letzten öffentlichen Räumen der Stadt aus der Sicht der Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner auseinander. Die große Anzahl an Beispielbilder und Dreier fotografischer Serien sollen das Erleben des Straßenraumes aus der Fußgängerperspektive verdeutlichen, aufzeigen und dienen zugleich dem Inhalt als Argument. Die Autoren schreiben dazu: “Die Methoden kombinieren künstlerische Ansätze mit neuen Bildstrategien, wie sie aus dem Bereich der künstlerischen Anthropologie bekannt sind”. Meiner Meinung nach ist das auch der größte Schwachpunkt des vorliegenden Buches, da es diesem Anspruch eigentlich nicht gerecht wird. Gerade die oben angeführten “neue Bildstrategien” sucht man einigermaßen vergebens, was zur Folge hat, dass die Arbeit in einem relativ biederem und doch uninspirierten grafischen Layout daher kommt, auch die diagrammatischen Ergänzungen zum Textverständnis können diesen Mangel nicht gänzlich beseitigen.
Aber wo das beigefügte Bildwerk nicht überzeugen kann ist der textuelle Teil umso stärker. Wer sich mit der neueren des europäischen Städtebaues der 50er bis 70er in Folge von CIAM sowie der Charta von Athen auseinandersetzt, deren Folgen und Reaktionen für die europäischen Städte kennt, wird in diesem Buch hilfreiche Ergänzungen zum Verständnis der im gegenwärtigen Diskurs geforderten Restrukturierung und Funktionsmischung der Städte finden. Gleichzeitig wird versucht analog dem asiatischen Model den städtebaulichen und soziologischen Fokus wieder auf den Straßenraum zu lenken, da dieser weitaus mehr leisten kann als nur reiner Funktionsraum für den Transport. Die urbanen Strassen, nicht wie in Europa üblich die Plätze, werden in Tokyo als Orte der Kommunikation und des Handelns, als gelebter Raum durch die Bewohner in Besitz genommen. Das Buch betrachtet dazu ausführlich in historischen und städtebaulichen Analysen die Qualitäten und weiteren Funktionstypen der öffentlichen Räume in Tokyo. Diese Funktionsräume wiederum werden in den Kontext der vorgefundenen urbanen Großstrukturen, zB. Bahnhöfe als Verkehrsknotenpunkte eines polyzentrischen Stadtgefüges, bis hin zu kleinstädtischen Mikrostrukturen, zB. die Übergangsbereiche im Wohnhaus zwischen den privaten und öffentlichen Räumen,  im Inneren der Grossblöcke gesetzt.
Die detaillierte Auseinandersetzung mit dem temporär durch die Stadtbewohner umgedeuteten öffentlichen Raum als Form der fragmentierten Wohnnutzung ist jedoch besonders lesenswert. Hierbei handelt es sich um eine Art  “Wohnen außer Haus”, dabei werden in zunehmenden Maße Einzelfunktionen des Wohnens wie zB. Kochen und Essen fragmentarisch über die Stadt verteilen, dadurch transformieren sich Bewohner in einen Archetypus des modernen Stadtnomaden. Die Autoren sehen aber genau in diesen, “dividual spaces” die Möglichkeit in den postindustriellen Dienstleistungsmetropolen neue und zeitgemäße urbane Lebensstile zu manifestieren, schon jetzt sind diese Prozesse in der Umnutzung von Gewerbehöfen, Lofts und Industriequartieren in ganz Europa nachvollziehbar.
In Ergänzung zum Klassiker “Das japanische Haus und sein Leben” von Bruno Taut ist das vorliegende Buch ein (Bild-)Handbuch zum weiteren Verständnis des öffentlichen sowie privaten Raum in Japan, bzw Tokyo und bietet zugleich Ideen und Lösungsansätze zu den Problemen des modernen Städtebaus und den Anforderungen einer kreativen und durch Vielfalt geprägten modernen städtischen Dienstleistungsgesellschaft.

Jürgen Krusche, Frank Roost
TOKYO. DIE STRASSE ALS GELEBTER RAUM
Lars Müller Verlag, 2010

Herausgegeben vom Lehrstuhl Günther Vogt, Departement Architektur, ETH Zürich
16,5 x 24 cm, 128 Seiten,  120 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-03778-212-5, EUR 19.90

Related posts

Geschichte der Architekturfotografie – das 20. Jahrhundert 02/02

20. Mai 2011 Keine Kommentare

Potsdamer Platz, Sony Center und DB HauptquartierDen verschieden Protagonisten aus dem Ersten Teil der Architekturfotografie des 20. Jahrhundert stehen Bernd und Hilla Becher mit ihren seit 1960 fotografierten Typologien verlassener und im Prozeß des Verschwindens begriffenen Industriebauten exemplarisch gegenüber. In dem Bewusstsein der Bechers spiegeln die Industriebauten den Geist des verschwinden Montanzeitalters genauso wieder, wie die Tempel der Antike dieselbige und damit sind diese Industriebauen genauso abbildungswürdig und erhaltenswert wie z.B die griechischen Tempelruinen. “Durch die bewusste Anordnung der technisch und gestalterisch perfekt konzipierten Einzelbilder zu typologischen Reihen bewegt sich das Werk der Bechers in einem Spannungsbogen zwischen dokumentarischer und abstrakter Form.” (Leistner, Dieter; Klemp, Klaus (1994): Ansichten. Standpunkte zur Architekturfotografie ; einundzwanzig Fotografen zeigen Arbeiten über historische und zeitgenössische . Mainz: Schmidt.)

Parallel dazu lichtete 1979 Reinhart Wolf, ein weitere Vertreter dokumentarischer und abstrakter Formen, Fassaden in seinem ersten Buch (Gesichter von Gebäuden)ab, und das mit einer ähnlicher Intention wie die Bechers. KEMP beschreibt diesen Arbeitsprozeß in “Ansichten. Standpunkte zur Architekturfotografie ; einundzwanzig Fotografen zeigen Arbeiten über historische und zeitgenössische Architektur” mit:  “alte Fabrikmauern und verschlissene Hauswände, die fast kraftlos und wie mit traurigem Blick gegen die polierten Flächen einer Fertigbauästhetik demonstrieren.”

Related posts

Geschichte der Architekturfotografie – das 20. Jahrhundert 01/02

6. April 2011 Keine Kommentare

Zentraler Dorfplatz Studentendorf SchlachtenseeParallel zu den fotografischen Tendenzen am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrundert entwickelte sich in Deutschland mit Alfred Renger-Patzsch, August Sander und Karl Blossfeldt die „Neue Sachlichkeit“ zur stilbildenden Strömung und zwar mit nüchtern sachlichen Aufnahmen von - und Geschäftshäusern. Diesen Stil zeichnet sich durch technische Perfektion, eine präzise Beschreibung der Objekt bei gleichzeitiger Unterdrückung aller malerischen Effekte aus. Interessanterweise sind die meisten Fotografen, die zwischen 1920 und 1930 für namhafte Architekten arbeiteten weitestgehend unbekannt. Einige Fotographen sind jedoch bekannt und als Vertreter einer künstlerischen identifiziert, dazu zählen Hugo Schmölz und Arthur Köster der als Fotograph für Architekten wie Erich Mendelsohn, Walter Gropius, Hans Sharoun und Bruno Taut gearbeitet hat.
Die in Umfeld des Bauhauses entstandenen Schwarzweiß Fotografien zeichnen sich durch eine subtile Objektbezogenheit aus, wie Charles Gérads Aufnahme von Le Corbusiers Villa Steinde Monzie eindrucksvoll beweist. Vor der strahlend hellen Villa, die diskret im Hintergrund nur einen kleinen Teil des Bildes einnimmt, steht ein angeschnittenes schwarzes Auto am linken Bildrand entgegen. Ein wenig beachteter Aspekt bleibt jedoch, daß die heute bekannten Schwarzweißfotografien der sogenannten „weißen Moderne“ die eigentlich dezente Farbigkeit der Gebäude überhaupt nicht wiedergeben konnten. Als eine Nachfolge dieser Entwicklung ist vielleicht die Zusammenarbeit von Le Corbusier und Lucien Hervé hervorzuheben, der das Spätwerk des Architekten in nahezu poetischer Weise dokumentiert. Diese Bilder zeichen sich durch die Verwendung starker Licht- und Schattenkontraste aus, die ein monumentales Raumgefühl nachzeichnen. Lucien Hervé hat unter anderem mit  Alvar Aalto, Marcel Breuer, Kenzo Tange, Richard Neutra und Oscar Niemeyer gearbeitet. Parallel dazu sind auch noch Arbeiten von René Burri zu nennen, der der mit dem Auge des Fotoreporters menschliches Leben einzuhauchen versucht.Dieser Herangehensweise steht der Amerikaner Ezra Stoller gegenüber, der das Wesen der Gebäude in großformatigen Übersichtsaufnahmen zu ergründen versucht. Julius Shulman hingegen, von Richard Neutra entdeckt und gefördert, benutzt Gebäude und Bewohner als Protagonisten um kleine Geschichten zu erzählen.
Ergänzende Angaben über Strömungen und Einflüssen die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert die Architekturfotografie beeinflußten sind in diesem Artikel zu finden.

Related posts

Kongresszentrum Berlin – Schwangere Auster| Haus der Kulturen der Welt

15. März 2011 Keine Kommentare

Kongresszentrum Berlin | Haus der Kulturen der WeltWestliche Auffahrt zum Kongresszentrum , im Großen Tiergarten. Klassisches Beispiel der . Entworfen von Hugh Stubbins, gebaut 1958 auf Initiative des amerikanischen Aussenministers Eleanor Dulles. 1980 stürtzen die Spannbetonkonstruktion der Bögen auf Grund von Ausführungsmängel ein. Von Berlinern wegen der ausladenden Form auch als “Schwangere Auster” bezeichnet. 1987 wird unter Leitung von Hans-Peter Störl und Wolf Rüdiger Borchardt das Kongresszentrum wiederaufgebaut. Seit 1989 ist das Gebäude Sitz des Veranstalters “Haus der Kulturen der Welt”. 2007 erfolgte die dritte vollständige Sanierung des Gebäudes.

Related posts

Geschichte der Architekturfotografie – das 19. Jahrhundert

5. März 2011 Keine Kommentare

Berliner Dom | gesehen vom Alten Museum

In den letzten drei Jahrzehnten hat die künstlerische und dokumentarische - eine immer stärkere Position als zentrales Argument im Architekturdiskurs einge- nommen. Grund genug, um sich mal mit der rund 185 jährigen der - fotografie auseinanderzusetzen.
Die  allerersten Architekturaufnahme stammt von Nicéphore Nièpce aus dem Jahre 1826. Diese zeigt nur geisterhafte Schemen einer fragmentierten Dachlandschaft, fotografiert aus seinem Atelierfenster im Landhaus “La Gras” in Saint-Loup-de-Varennes. 1835 fotografiert William Fox Talbot ein Fenster seines Landsitzes und 1838 Louis-Jaques Mandé Daguerre eine Straßenzeile unterhalb seines Ateliers. Das technische Verfahren der fotografischen Abbildung ist von Nièpce, Talbot und Daguerre in unabhängiger Forschung nahezu zeitgleich entstanden.
Die durchschnittliche Belichtungszeit betrug bei Nièpces ersten Bild noch rund 8 Stunden, wobei die moderne Forschung mittlerweile sogar von einer mehrere Tage dauernden Belichtungszeit ausgeht (Lehner und Pfäfli, “pomit de vue: Der Blick aus dem Fenster, (Film) Reise auf den Spuren der ersten Fotografie der Welt”, in: Kunstforum International, Nr.110,1989, S.256). Das zu der Zeit noch recht unempfindliche technische Verfahren benötigte langen Belichtungszeiten und daher auch unbewegliche Objekte, so dass das unbewegte architektonische Sujet schnell zu beliebten Gegenstand der Abbildung avancierte.
Zwischen 1840 und 1841 kamen in Folge die ersten reproduzierten Bildbände mit Daguerreotypien von berühmten europäischen Baudenkmälern und Stadtansichten auf den Markt. Das von Daguerre weiterentwickelte Verfahren der Ablichtung zeichnete sich durch seine präzisen Architekturdarstellungen gegenüber der von Nièpce und Talbot erfundenen technischen Verfahren aus. Sich des dokumentarischen Charakter der Fotografie bewußt, konstituierte sich 1849 die erste Denkmalbehörde der Welt in Paris. Die “Commission des Monuments Historiques” beauftrage Fotografen wie Éduardo Baldus, Henri Le Seq und die Gebrüder Bisson mit der Aufgabe “Mission Heliographique”, einer dokumentarischen Inventarisierung aller bedeutenden französischen Bauwerke.
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sich, gerade durch die Möglichkeiten der massenhaften Reproduktion der Medien, die Architekturfotografie zu einem wichtigen Medium des Architekturdiskurses. In dieser Zeit spezialisierten sich erste Fachfotografen auf die Abbildung von Baudenkmälern, Stadtansichten und Neubauten, während andere Künstler wie z.B. Eugène Atget eher nach dem künstlerischen Ausdruck in der gebauten Umwelt und deren Wandel strebten. Von Atget inspiriert, dokumentierte Berenice Abbott in großformatigen Ansichten den Wandel in der Stadtkulisse von Manhatten. Andere namhafte Künstler, wie Alfred Stieglitz, Edward Steichen und Magaret Bourke-White wählten ebenfalls New York als architektonisches Sujet.

Related posts

_”lachen auf dem see” – hugo suter

12. Februar 2011 Keine Kommentare

hugo suter, lachen auf dem seehugo suter, lachen auf dem see

Es wäre zu einfach hier nur den klappen- oder pressetext zu rezitieren, aber das würde meiner auffassung nach diesem buch nicht hinreichend gerecht werden.  Zuerst mal  muss ich gestehen, dass Hugo Suter mir als fotografierender künstler weitestgehend unbekannt war, seine arbeiten mit dem medium glas hingegen sind mir durchaus geläufig. Der 1943 in aarau geborenen künstlers deckt in seinem werk nahezu die gesamte die technische mannigfaltigkeit des künstlerischen schaffens ab. Jedoch erscheint mir die bei Suter als ein zentrales element, einem roten faden gleich, in seinem schöpferischen prozeß.

Die fotografien des vorliegenden buches sind vor allem durch einen wahrnehmungsprozess geprägt, der mit alltäglichen und unauffälligen phänomenen unser welt spielt. “Die des staunens beherrscht Hugo wie kein zweiter”, treffend attestierte Lars Müller dies Suter während der buchpräsentation im kloster muri 2010.

Was aber nun zeichnet das rund dreißig jahre umfassende fotografische oeuvre Suters aus. Es ist fähigkeit scheinbar einfachste dinge bis hin zu komplexen phänomenen unserer umwelt skulptural wahrzunehmen, den blick auf und von den dingen zu lösen, fokusierend auf die bedeutung der formen. Als “kartographierund der wahrnehmung” umschreibt Stephan Kunz im begleittext diesen prozeß. Dargestellt werden verschiedenste techniken und themenkomplexe: klassisch konzipierte architekturfotografien in serie (alle bade- und bootshäusern um den hallwilersee 1997 ) immerhin 65 Stück und ein direkte ironische anspielung auf die typologien der bechers, licht bzw schattenzeichnungen auf polaroid (interieur seengen) bis hinzu freien fotografien, die den vermeintlichen alltag abbilden (fensterflügel). Die fotografie als rein dokumentarisches abbild tritt hinter der vielfältigkeit der phänomene zurück – und immer mit einer subtilen portion an feinem humor wie in “malerei und skultur” von 2006 beweist, indem der künstler fotografisch ein auf zeitung abgedrucktes selbstprotrait dem zerküllten pendant gegenüberstellt.

Ein wundervolles buch – ein muß für jeden der sich mit künstlerischen handeln auseinandersetzt oder dieses erlernen will. Ein Buch das sich an alle interessierten beobachter wendet, aber besonders für architekten und studenten der – und warum? Dazu muss ich etwas ausholen, anfang der 90er jahre habe ich in an der technischen universität architektur studiert, zur künstlerischen grundausbildung gehörte das fach “plastisches gestalten” bei Prof. Wolf Kalhen. Ziel des zwei semesters dauerenden seminars war die sinn- und wahrnehmungsschulung sowie die praxis räumlicher gestaltung. Zur beschäftigung gehörten künstlern und theoretikern, wie zB. Richard Long, Donald Judd, Klaus Merkel und Christian Norberg-Schulz ua. sowie die kunstrichtungen Minimal-, Land- und Ready-Made Art. Viele der damals abgeforderten seminaraufgaben aus den stehgreif- und projektarbeiten konnten direkt aus dem vorliegenden buch von Suter stammen, insbesondere reihen wie “wasserrohr”, “eisschiffchen, langsam zerfliessend” und “gläser auf dem dach”.

Die fotografien suters sind allesamt stilsichere  analogien und wunderbare anregungen  auf die beantwortung essentieller fragen der sinn- und raumwahrnehmung wie: “gebaute zeit -raumzeit|zeitraum”, “emphatische räume”, “raum als situation” und “über raum, gefundener raum – gesuchter raum”. Definitiv ein buch für das curriculum kunstausbildung architektur. Abschließend fällt auf, das die rezeption suters umfassenden und vielseitigen werkes noch vor allem in der schweiz statt findet, in deutschland hingegen ist sein werk noch weitestgehend unbekannt, was sich sicherlich mit diesem Buch ändern wird. Davon zeugt auch die verleihung des titels “siegertitel-silber” 2011 in der kategorie fotobildband durch den deutschen fotobuchpreis.

Hugo Suter
Lachen auf dem See
Lars Müller Verlag, 2010
16,5 × 24 cm, 256 Seiten
230 Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-03778-232-3
Preis:  35,00 €

Related posts

Biergarten Club A18 | Studentendorf Schlachtensee

2. Februar 2011 Keine Kommentare

Studentendorf Schlachtensee | Biergarten Club A18 “herzlich willkommen im schönen, beschaulichen und denkmal-geschützen ensemble des nationalen kulurdenkmal schlachtensee …!”

Na ja sind wir mal ehrlich, eigentlich hat alles irgendwie zwei Seiten – die eine des Studentendorf Schlachtensees ist halt die denkmalgerechte Sanierung der zwischen 1959 und 1964 errichteten Gruppen- Wohnhäuser mit insgesamt 565 Plätzen und der “orginalgetreuen” Wiederherstellung der Aussen- anlagen. “Ein nationales Kulturdenkmal” wie immer wieder gerne und vehement betont wird. Als Architekten der Wohnhäuser zeichneten sich Fehling, Gogel und Pfankuch und für die Gartenanlage Mattern verantwortlich. Für die andere Seite der Medaille, zwei Doppelhäuser aus den 70er Jahre (Haus 24 bis 27, Architekten: Krämer, Pfennig, Sieverts) mit insgesamt 352 Plätze, sieht es halt echt düster aus, als dass sich diese in einem jämmerlich desolaten Zustand befinden. Diese Häuser sind nämlich nicht in dem denkmalgeschützen Gesamtensemble enthalten. Vermutlich werden deswegen hier nur geringste Mittel zur Instandhaltung und Modernisierung bereitgestellt.
Ach ja – das Bild, das ist der Biergarten (wirklich)  des Club A18, der durch die Selbstverwaltung im Gemeinschaftshaus betrieben wird, diese haben nach langer und zäher Auseinandersetzung mit der Genossenschaft durch diese eine Räumungsklage erhalten. … kwt

Related posts

architektur | die architektur und die fotografie

27. Januar 2011 Keine Kommentare

Krematorium Baumschulenweg | Axel Schultes & Charlotte Frank“i´m not difficult, architecture is” – peter eisenman
Obschon für die gruppe der architekten im themenkomplex von der in der noch die eigenen werkschau als zentraler aspekt der architekturfotografie benannt wird, ist es dennoch sinnvoll und notwendig diese position etwas differenzierter zu betrachten. Bei Confurius finden wir die ersten anhaltspunkte über das dualistische verhältnis der architektur zur , dabei stehen grundlegende fragen nach der en (aus)wirkung einer architektur in der auf betrachter und medien im zentrum. “Es geht, wie schon so manches mal, um das eigenleben der medialen existenz der architektur” CONFURIUS. Genauer um ein perzeptives verfallen in “ästhetische typisierungen”, die durch eine veränderte, hauptsächlich auf bildern basierenden, wirlichkeitsdarstellung kodiert sind. Diese dient nicht nur der verkaufsförderung, “…im namen einer idee, im rahmen einer argumenattion (oder) als beleg einer bestimmten historiografie”.
Grundlegend legetimiert sich das medium fotografie durch seine objektive und dokumentatorische funktion, wird aber nach Confurius erweitert um die die funktion, dass von anbeginn auch das “… motiv der macht und der einschmeichelung in die wahrnehmungs-konventionen und sehnsüchte des zahlenden publikums…” maßgebend beeinflußt.
Confurius benennt hierzu einige markante Beispiele. In einen um architektur erweiterten kontext der fotografiegeschichte wird das enge verhältnis von gegenseitiger einflußnahme und entwicklung deutlich. Ein der fotografie entwicklung innewohnender prozess der instrumentalisierung tritt erst deutlich in der moderne des neuen bauens hervor. In dem die s/w fotografie sich im neuen sehen selbst findet und zugleich zur “elaborisierung” der architekturästhetik der mdoerne verhilft. Weiterhin wäre die postmoderne mit ihren farben und materialien ohne die entwicklung preisgünstiger dia-filme nicht denkbar gewesen. Das fotografische abbild transformiert sich kontinuierlich immer mehr zu einem argument in der architektur, sei es sozialer, soziologischer oder künstlericher natur – “die erscheinungsform eines gebäudes ist die, die der betrachter ihr gibt” Herzog & de Meuron.

Related posts

Kategorientheorie Tags: , , ,

architekturfotografie | von der architektur in der fotografie

21. Januar 2011 Keine Kommentare

Lichtschacht in der Galerie Lafayette | Jean NouvelsWährend noch die betrachtungen der architekturfotografie im engeren und im weiteren sinne erste positionsbestimmungen ergeben hat, stellt sich nunmehr die frage, in wie weit diese auch für die in die architekturfotografie involvierten gruppen eine “allgemeine” gültigkeit aufweisen. Bei dem quellenstudium der gängigen primärliteratur ist mir immer deutlicher klar geworden, dass fotografen, künstler, architekten und oder denkmalschützer gänzlich differente intentionen und ziele mit der architekturfotografie verbinden.
Die konservierenden und archivierenden aspekte der denkmalpfleger sind noch recht einfach nachvollziehbar  und auch die im auftrag der architekten erstellten werkabbilder zum zweck der werbung des eigenen werkes und dessen veräusserung.
Der fotografische umgang mit der gebauten umwelt durch die künstler und deren intention hingegen verdient ein nähere betrachtung, als dass die unterschiedlichen künstlerischen ansätze dem bekannten architekturfotografie-begriff nicht mehr gerecht werden. SCHELLHORN spricht daher von einer “ in der , da architektur “nur einen teil des bildraumes einnimmt oder zum anlass weitreichender künstlerischer fragestellungen wird, die mit architektur eigentlich nichts zu tun haben”. Somit erscheint architektur nur noch als tektonischer bezugspunkt um “politische oder soziokulturelle, architektonische oder urbanistische, philosophische oder medientheoretische fragenstellungen” (EMDE) in den fokus zu stellen. Zentrale fragestellungen drehen sich um die authentizität der fotografie, ohne deren objektivität in frage zu stellen, sowie das ablesen der gesellschaftliche verhältnisse anhand von architektur. FÖRSTER schreibt zu den zielen einer zeitgenössische künstlerische fotografie, dass “architektur zugleich als bildmotiv für die vermittlung sozialer, historischer oder auch narrativer, außermotivischer inhalte” diene, und das “die indentifizierbarkeit und vollständigkeit des motives als bauhistorisch bedeutsame substanz” an relevanz verliert.
Vor diesem exkurs wird deutlich, dass für die architekturfotografie keine einheitliche definition existiert. Vieleher hängt das verständnis davon ab, wer den “begriff gerade zu welchen zwecken und auf welche weise verwendet” (EMDE). Am ehesten könnte man jedoch architekturfotografie als  (abb)bilder bezeichnen, in denen die architektur als evidentes element des diskurses und/oder als direktes bezugsfeld dient.

Related posts

Kategorientheorie Tags: , ,

Stahltreppe im Kreuzberger Hinterhof | Schlesische Straße

5. Dezember 2010 Keine Kommentare

Stahl- und Fluchttreppe in Kruezberg | Schlesische StraßeStahltreppe aus  verzinkten Profilträgern und Gitterrosten mit Fluchtbalkonen als Notausgang und Fluchtweg in einem Kreuzberger -Hinterhof an der Schlesischen Straße. November 2010

[ FE, Nikkor Micro 55mm 1:2.8 Ai-s, Kodak Professional Tmax 100]

Related posts