
Frankfurter Tor Berlin – Blick in den Kuppelsaal (Lateren) im Süddturm des gleichnamingen Gebäudes am Frankfurter Platz in Berlin Friedrichshain. Der Platz auf der Westseite wird durch die im stalinistischen “Zuckerbäcker”-Stil errichteten Turnhochhäuser (Architekt: Hermann Henselmann) begrenzt. Was stilistisch zugleich auch an das alte “Frankfurter Tor” von 1802 – 1867 erinneren sollte. Die Kuppel sind in der Form den Gontardschen Kuppeln am Gendarmenmarkt nachempfunden. Die Türme bilden den Anfang des architektonischen Ensembles der Karl-Marx-Allee, die Gesamtanlage des Platzes inkl. der Bebauung der Karl-Marx-Allee steht heute unter Denkmalschutz. In der südlichen Kuppel wird momentan eine Lounge betrieben, und im nördlichen Turm residiert die “Stiftung Denkmalschutz”.
[Hasselbald 500 C/M, 40mm f/4 Distagon *t, Kodak Porta 160VC ]
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“die welt ist schön – genau das ist ihre devise” walter benjamin
Architekturfotografie, gleich welchem hochglanzmagazinen auch entnommen, präsentieren die abgelichteten objekte immer nur zu deren bestmöglichen bedingungen. “…nicht nur auf das unberührte, sondern auch das sauber von seiner umgebung isoierte gebäude, das immer sonnenbadende gebäude, das gebäude in seinen wärmsten farben, in die kamera lächelnd.” [Janet Abrams] Jedoch wird gerade dieser implizierte ästhetische erwartungshorizont zutiefst erschüttert, wenn der publizierte repräsentant in realita wahrgenommen wird.
An diesem punkt der erkenntnis, sollte einmal der “subjektive Faktor” in der architekturfotografie von Spiluttini erwähnt werden. Entgegen einer ansonsten streng analytischen dokumentation bedient sich Spiluttini einer, wie sie selber proklamiert, “schlampingen” fotografie. Spillutini akzeptiert vorgefundenes wetter, zieht eine auf zufällen basierte umgebungen mit ein. Eigenen erinnerungen, gefühle und empfindungen bilden beim fotografieren wichtige randparameter. dabei lässt sie sich aber auch von vorgefundenen situationen verführen, nimmt zugleich störungen und offensichtliche unstimmigkeiten, als produktive variablen, auch. kurzum sie erzählt etwas – gibt eine geschichte wieder, die sich zumeist aus den intentionen des architekten, dem genius loci, aber auch der unikären temporären situation, in der sie befindet, zusammensetzt.
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endlich – herbst in berlin.
[ Teil der von schadow entworfenen quadriga auf dem brandenburger tor, rückwärtige ansicht der viktoria. Standort der aufnahme - auf dem tor]
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Taxistand des ehemaligen busbahnhofs im untergeschoß des ICCs, berlin. Nicht alles ist am und im ICC betongrau – es geht auch anders, RAL 2004 – signalorange.
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“Hauptsache es ist Beton” Slogan der Betonindustrie ca. 1990
Ansicht des Lichthofes und der Auffahrt im Parkhaus des ICC´s. Zwischen 1975 und 1979 gebaut. Der umbauter Raum umfasst ca. 1.024.000,00 m³. Die Baukosten betrugen nach heutigen Stand rund 480 Mio Euro. Das Gebäude ist 320 Meter lange, 80 Meter breite und 40 Meter hochl und wurde nach Plänen der Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Süler-Witt errichtet.
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[...da ich gerade meine bildbestände bzw -archive sortiere! Hierbei handelt es sich um das sauerstoffwerk II in peenemünde, usedom; gilt in seinem jetzigen zustand, und der ist derart desolat, daß man die anlage als extrem einsturgefährdet bezeichnen muss, als industriedenkmal]
Ach, versprochen beim nächsten mal gibts keine ruinen
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[endlich mal etwas mehr zeit, der scanner funktioniert, so daß ich endlich anfangen kann meine negativ-bestände einzuscannen..]
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„das so-sein der dinge ist viel weniger ein nicht-mehr-sein als ein utopisches noch-nicht-sein.“ – ernst bloch
Aufgelassene orte zeichenhaft zu lesen und in ihrem kontext einzubetten (historisch, kulturell) ist auch immer eine art “spurensuche”, die weit über eine rein dokumentatorische protokollierung des hic et nunc hinausgeht. Der offensichtliche verfall mutiert zu einem “triumph des schönen, der entsteht, wenn zeit und natur gewissermaßen als künstler von dingen des menschen besitz ergreifen. Die spuren des gebrauchs, die kratzer, risse, absplitterungen verwandeln sich unter dieser perspektive in resultate vertrauter graphischer Techniken, … überhaupt verschiedener ritz-, schab- und ätztechniken, aus denen farb-palimpseste, collagen und decollagen entstanden sind.” (ernst fischer) Als direkte folge avancieren diese abbilder dank ihrer eigenen “historie” zu singulären bilder, deren ausdruckscharakter sich von einem rein rationalen formwillen diametral entfernt.
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(endlich … neuer durchlichtscanner (geschenkt), neuer redunanter backupserver, noch eine “neue” kamera und einen neuer alter job … alles “fast neu” und nur wenig zeit) . Ach ja, das ist der alte kalkbrandofenkomplex auf dem gelände der ehemaligen ziegelei in ruedersdorf / berlin..
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Ein zwischen 1898 und 1930 durch die landesversicherungsanstalt berlin errichtete lungenheilstätte südwestlich von potsdam. Die anlage selbst ist in vier große einzelkomplexe geteilt, die strukturelle zäsur wird in nord-süd richtung durch die landstraße und in ost-west richtung durch die eisenbahn manifestiert. Der nördliche bereich wurde als Lungensanatorium betrieben und im südlichen bereich war ein rehabilitations sanatorium untergebracht. Die anlage selbst ist nach geschlechtern getrennt konzepiert worden. Das gesamte areal umfasst rund 200 ha mit insgesamt 60 gebäuden in unterschiedlichen baulichen zuständen. Die kliniken waren bis zum ende des 2. weltkrieges durchgängig in betrieb, nach dem krieg diente es als sowjetisches militärhospital. 1994 wurde die anlage endgültig stillgelegt. Ein teil der heilstätten ist aufwendig saniert und mittlerweile wieder in Betrieb genommen worden.
(Eine warnung zu schluß: Teile der anlage ist dermaßen baufällig, daß vom betreten der dieser gebäudeteile dringends abgeraten werden muß (zb. keller zentralbad c2, zentralwäscherei usw). Für alle anderen: festes schuhwerk sowie taschenlampe ist pflicht. Und ärgert euch nicht zu sehr über den überbordenden vandalismus, der op saal ist mittlerweile total zerstört)
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Das fotografierte abbild wird immer durch zwei projektionen erzeugt: die projektion des motivs auf das negativ und die des negatives auf das fotopapier. das wiedererkennen des abbildes fordert von den betrachtenden personen ein wissen um das abbild, je mehr um das motiv gewußt wird, desto einfacher können die betrachter vom abbild auf das motiv schließen. Jedoch um architektur zu erfassen bedarf es dem vektor bewegung, ein gebaute struktur erschließt sich durch den erlebbaren und durchschreitbaren raum. Dabei spielt das umfeld und der weg, den der betrachter einschlägt einen evidenten aspekt in der suchen, die zu dem “augenblicklichen blickpunkt” fuehrt. All dies kann ein auf zwei dimensionen in der zeit gefrohrenes abbild nicht bieten – in dem foto erstarrt die bewegung, und “…direkte erfahrungen vom umfeld sind nicht vorhanden”(sasse). Das foto ist in seiner ursprünglichen art und darstellung autonom – diese autonomie generiert es in einem weg und umfeld jenseits des motives, der dem “beschauen vorausging”. Das was jedoch nicht sichtbar ist, ist fester bestandteil der architektur und ein foto zeigt alles. “Erst in der betrachtung wird das “unsichtbare” hinzugefügt; die projektionsfläche ist groß und die scheinabre nähe zur “wirklichkeit” des motives verlockend.”(Sasse) Schnell tappt dabei der betrachter in die falle des vermeintlichen wissen um das motiv, während das foto selbst verschwindet.
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