_tektonik der fotografie
“In any act, the primary intention of him who acts is to reveal his own image.” – Dante
Es stellt sich immer wieder die frage nach der rolle der theorie in der zeitgenössische fotographie. Flusser verwendet statt theorie den begriff einer philosophie um nicht den eindruck eines unumstößlichen systems zu vermitteln. Letztendlich ist es aber doch nur eine frage des standpunktes, der perspektive und der priorität. Steht im kreativen prozess zb. als konzeptioneller ausgangspunkt auf der einen seite der gegenstand der studie an sich, so befindet sich diametral dazu die konstruktion des begriffes aus dem gegenstand. Beide positionen sind per se ein akt der künstlerischen schöpfung, eines in sich zusammenhängenden begriffsystems – ein kommunikativer akt der “sprach- und zeichenschöpfung”. Aus diesem kreativen schöpfungsprozessen entwickeln sich die verschiedensten künstlerischen kommunikativen ansätze, so entwickeln sich aus einer konsekutiven modernistischer haltung mannigfaltige offene in alle richtung freie interpretationsmöglichkeiten, aber auch nihilistische solipsistische interpretationstendenzen sind möglich. Jedoch sollte die künstlerische theorie der vergangenheit und der gegenwart, sowie die der “neuen” medien, von ruskin über benjamin zu derrida und virilio grundlegend bekannt sein.