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Bildwelt | Fotografie als Transformation der Realität

„die lebendige welt wurde damit (fotografie) immer weniger zum materiellen Anhaltspunkt unserer gewohnten Bildwelt.“ – Virilio, das öffentliche Bild, 1993 Fotografieren kann als transformatorischer Prozess einer dauerhaften wahrgenommenen Realität verstanden werden. Die einem emineten statischen und entdimensionalsierten System (der eines eingefrorenen augenblicks), von kodifizierten Zeichen entspricht – gegründet aus einer Konvention des Schaffenden mit seiner selbst. Der sich formal in einer erfahrenen Realität der uns umhüllenden „jetztzeit“ manifestiert und sich durch einen verlust der primären […]

Nach dem Sturm, Brandung | 8 Beaufort

„Homme libre, toujours tu chériras la mer! La mer est ton miroir; tu contemples ton âme Dans le déroulement infini de sa lame, Et ton esprit n’est pas un gouffre moins amer.“ – Charles Baudelaire, Fleurs du mal Der Lärm des tosenden Meeres und der tobende Sturmwind macht einen immer wieder sprachlos.

_im skriptorium der bilder

„Film ist 24 mal pro Sekunde wahrheit “  – Jean luc Godard Technische bilder zerstören unweigerlich die geschichte – es gibt kein historizismus der technischen bilder. Alle interpretation ist lediglich der versuch das abbild im kontext des willenden schaffens zu verstehen und diese mit der restliche technisch dokumentierten bildergeschichte in konsekutiven einklang zubringen. Die deskriptive schrift der/als bilderklärer ist dabei nur noch ein analog auf ein system von evozierten bildern ohne dabei inament das bild […]

_standing on the beach

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…passende Gelengenheit mal das neue autodesk „sticher unlimeted 2009“ panorama tool zu testen – 8 einzelne Aufnahmen ohne Winkelabgleich, ohne Gegenlichtblende und Freihand.  Das Ergenbis ist mehr als überraschend. Farbübergänge, perspektivische Verzerrungen und horizontale Abgleich sind ohne Beanstandung  zu erledigen. (Siehe Link im Bild). Die vertiklae Helligkeitesunterschiede sind der fehlenden Gegenlichtblende geschuldet.

_[ge]zeiten

„Es ist etwas Geheimnisvolles, daß Landschaften, die schließlich nichts dafür können, daß es dich gibt, die jedenfalls nichts damit zu tun haben und die es sicherlich nicht kümmert, dennoch etwas von dem ausdrücken, was du empfindest, denn wenn das nicht so wäre, würdest du nichts von dem empfinden, was du siehst“ – Nootebom, Passagen Nun hat es also doch noch geklappt, nach fast einem Jahr, vier Wochen stationäre Reha auf der Insel und die kann […]

von den dingen | unsichtbare orte

“Die Kamera ist mein Werkzeug. Mit ihrer Hilfe mache ich alles um mich herum sinnvoll.” – André Kertész Ruinen die geschichten erzählen, grenzen die sich verändern und unsichtbare orte – alles verlorene, zurückgelassene und verratene orte. Sobald einem objekt, sei es raum oder koerper, sein kontext abhanden kommt, der ihm ehemals eine funktion einschrieb, laesst er sich untersuchen und befragen. Um seinen nutzen beraubt, zwangsweise befreit, wird das objekt um eine “eigentümliche aura” (Raabe) erweitert. […]

_deutsche fotoblogs

Ich bin bei der suche nach interessanten fotografie blogs auf zwei verschieden blog-listen gestossen. Zu einem die „die fotografie blogs (deutschsprachig) sind da“ von kwerfeldein, und fuer die naechsten runde moechte ich mich um eine aufnahme in die liste bewerben. Zum anderen die „deutschsprachigen fotoblogs – eine uebersicht“ von fotografr.de, zugleich möchte ich mich bei fotografr.de bedanken, der meine seite so schnell in seine liste aufgenommen hat. Die meisten der gelisteten blogs sind mir nicht […]

Alexanderplatz Berlin | Ausgang U-Bahnhof und Park-Inn Hotel

Treppenaufgang am Ausgang U-Bahnhof Alexanderplatz mit „Park Inn Hotel“ im Hintergrund. Die Person, die durch im Vordergrund durch mein Bild läuft, gehört auch dahin, mit Ihm gehe ich regelmäßig durch Berlin fotografieren. Er betreibt auch ein fotografie-Blog unter dnaffin.de. Okay, das Bild ist gestellt, ich habe ihm gebeten vorzulaufen …. muß ja auch mal sein. Zum Einsatz kam eine Zeiss ZM mit dem 35mm f/2 Zeiss Biogon und ein T-max400. [ langsam muß ich mir […]

Lostplaces – Heilstätten Beelitz – Treppenhaus und Krankenzimmer

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Ein zwischen 1898 und 1930 durch die landesversicherungsanstalt berlin errichtete heilstätten beelitz südwestlich von potsdam. Die anlage selbst ist in vier große einzelkomplexe geteilt, die strukturelle zäsur wird in nord-süd richtung durch die landstraße und in ost-west richtung durch die eisenbahn manifestiert. Der nördliche bereich wurde als lungensanatorium betrieben und im südlichen bereich war ein rehabilitations sanatorium untergebracht. Die anlage selbst ist nach geschlechtern getrennt konzepiert worden. Das gesamte areal umfasst rund 200 ha mit insgesamt […]

_anamorphe panorama lochkamera

Seit geraumer zeit möchte ich eine anamorphe lochkamera bauen und da ich momentan etwas zeit aufbringen kann, habe ich angefangen die konstruktiven grundlagen zu erarbeiten. Zum glück bin ich  ingenieur, so daß die techn. konstruktion und die notwendigen math. physikalische vorberechnungen mir keinerlei größeren probleme bereiteten. Nicht jedem sollte jedoch klar sein, was eine anamorphe kamera ist, deswegen füge ich hier  zwei bilder (© abelson scope works) einer  „anamorphic pinhole camera“ und ein durch die […]

Fotografische Abbild | Unischtbare Architektur

Das fotografierte Abbild wird immer durch zwei Projektionen erzeugt: die Projektion des Motivs auf das Negativ und die des Negatives auf das Fotopapier. Das Wiedererkennen des Abbildes fordert von den betrachtenden Personen ein Wissen um das Abbild, je mehr um das Motiv gewußt wird, desto einfacher können die Betrachter vom Abbild auf das Motiv schließen. Jedoch um Architektur zu erfassen bedarf es dem  Vektor der Bewegung, eine gebaute Struktur erschließt sich durch den erlebbaren und […]

_schärfentiefe – hyperfokale distanz

Die hyperfokale Distanz (im folgenden HD) wird langläufig auch als der Nah-Unendlichkeitspunkt bezeichnet und beschreibt die größtmögliche Schärfentiefe. Dabei beschreibt die HD den Abstand zwischen der Kamera und dem vordersten Punkt der Schärfentiefe, wenn auf Unendlich fokussiert wurde. Die HD ist abhängig vom Abbildungsmaßstab, basierend auf der Brennweite und dem wahrnehmbaren Unschärfekreisdurchmesser (circle of confusion) und der gewählten Blende. Wenn die Schärfentiefe bei Blende 16 auf unendlich gestellt wird, liegt bei rund 2.50m die hyperfokale […]

Simulacrium und Simulation | Abbild und Ebenbild der Wirklichkeit

„Heute kann man alles fotografieren“ – Robert Frank Ist mit aufkommen der digitalen Apparate von einem „Tod der Fotografie“ zu sprechen? Unzweifelhaft hat sich aber grundlegendes in Bezug auf des Bild verändert, so besteht zb. die Möglichkeit der Bildmanipulation seit Anbeginn der Fotografie und mit dem aufkommen der digitalen Retusche haben sich keine „neuen Unsicherheiten ins Reich der Bilder“ eingeschlichen. Die analoge Fotografie gilt immer noch als „Ikone des Realen“, mit der digitale Fotografie „wird […]

_ignore the machine – apparat guerilla

„Freiheit ist die Strategie, Zufall und Notwendigkeit der menschlichen Absicht zu unterwerfen, gegen den Apparat zu zielen.“ – Flusser Eine „erweiterte“ Philosophie der Fotografie müsste, analoge der Frage nach der menschlichen freiheit, die Freiheit gegenüber den technischen Apparaten beinhalten. Dabei ist nicht mehr der industrielle Kontext, basierend auf dem „Ursache – Wirkung – Mechanik Prinzip“, ausschlaggebend. Vieleher muß die Philosophie im Kontext einer „geschichtslosen Zeit“ betrachtet werden, in der „alles auf Zufall beruht und notwendigerweise […]

Rasenden Stillstand | Endgeschwindigkeit der Bildinformationen

Wir leben in einer Welt der redunanten Bild Informationen. Unsere Welt definiert sich zunehmends durch eine abgebildete Welt aus technischen Bilder, ohne deren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Dabei nehmen wir diese technischen Bilder, die sich in einem ständigen Qandel befinden, gar nicht mehr aktiv war, sondern nur noch auf einer subliminaler Ebene, in form präkognitiver Konditionierung. Obwohl der Wandel ein markantes Zeichen für eine aktive Wahrnehmung sein sollte, bleiben die Fotografien unbeachtet. „Der Wandel ist Informativ, […]

Fotografische Langzeitbelichtung und Schwarzschildfaktor

„… Zeit ist relativ“ Jedes analoge lichtempfindliche Arbeits- und Aufnahmematerial hat ein spezielle, für das Material festgelegte Lichtempfindlichkeit. Theoretisch basiert die Lichtempfindlichkeit auf dem Bunsen-Roscoe-Gesetz, das langläufig auch als Reziprozitätsgesetz bezeichnet wird. Das vereinfachte Bunsen-Roscoe-Gesetz besagt, daß die Belichtung vergleichbare Ergebnis bei konstanter Belichtung (Lichtintensität mal Belichtungszeit) liefert. Die konstanten Lichtwerte basieren auf der umgekehrten Proportionalität von Lichtmenge und Belichtungszeit. In der Realität zeigen sich aber andere Ergebnisse, bei längeren und extrem kurzen Belichtungszeiten treten […]

_de sphaera mundi

Die Bilder, die durch einen Apparat mit einem „Loch und etwas herum“ entstehen, also die mit der Hilfe eines archaischen technischen Apparates entstehen, sind in ihrer Art, so nach W. Benjamin, generalisierte Prototypen technischer Bilder – jedes abgebildete Bild erhebt dabei immer, in seiner Art, den Anspruch der absoluten Wirklichkeit durch den Betrachter. Hier finden wir das Problem der gespiegelten seitenverkehrten Wahrnehmung des Auges wieder; bzw. die der Handlungen des homo ludens, in seiner nativen […]

Susan Sonntag, Vilem Flusser: Fotografische Apparatkritik | on air

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Susan Sonntag beschriebt in ihrem Essay „on photography“, jenseits Flussers Apparat-Abhandlung den Habitus des allgemeinen Urlaubsfotografen. Ausgangspunkt der strukturellen Beobachtung ist, dass visuelle Medien, den öffentlichen und privaten Raum als Sender und Empfänger durchdringen. In dieser Gattung ist eine Kamera,  im sinne einer „camera obscura“ nunmehr als technisches Ur-Refernz on Geräten zu verstehen, die unter anderem optische Signale aufzeichnen können, aber durch strukturelle Morphologie immer komplexere Programme  erhalten. Darunter fallen  unter anderem „Handy-Kameras“ und „SLR-Format […]

Flusser: Bedeutung Technische Bilder und Apparate | levels of meaning

Alle technischen Bilder, so auch die Fotografie, sind nach Flusser, kodifizierte Begriffe zu deskriptiven Sachverhalten. Initial bestimmt der Fotograf durch seine Begriffe – sein Topos – das Bild. Aber auch der aufzeichnenden Apparaten, durch vorprogrammierte und gesteuerte Gesten, greift in die Begrifflichkeit ein. Analog denke man hierbei nur an die schiere Vielzahl der möglichen Programme moderner Digitalkameras, die die eigene Begrifflichkeit, als Ausprägung des kreativen Benutzers limitieren und unterdrücken. Für die moderne Fotokritik ergibt sich […]